Lufthansa lässt A350-Triebwerke in Thüringen warten

08.11.2016 - 10:07 0 Kommentare

In diesem Winter will die Lufthansa ihren ersten Airbus A350 in die Flotte aufnehmen. Ein Werk im thüringischen Arnstadt hat jetzt die nötige Genehmigung für die Triebwerkswartung der neuen Maschinen erhalten.

Flugzeugtriebwerk von Rolls-Royce an einem Airbus A350.

Flugzeugtriebwerk von Rolls-Royce an einem Airbus A350.
© airliners.de - Gunnar Kruse

Flugzeugtriebwerk von Rolls-Royce an einem Airbus A350.

Flugzeugtriebwerk von Rolls-Royce an einem Airbus A350.
© airliners.de - Gunnar Kruse

Die Triebwerke der Airbus-350-Lufthansaflotte vom Typ Rolls-Royce Trent XWB sollen im Arnstädter Instandsetzungswerk der Fluggesellschaft und Rolls-Royce gewartet werden. Das Luftfahrt-Bundesamt erteilte die entsprechende Genehmigung, die ab sofort gilt. Darüber informierte N3 Engine Overhaul Services, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Technik und Rolls-Royce. Die Lufthansa will das erste Flugzeug dieses Typs in diesem Winter in Dienst stellen und in München stationieren. Insgesamt hat die Kranich-Airline 25 A350 bestellt.

Die gesamte A350-Flotte soll von Lufthansa Technik bei der Flugzeuginstandhaltung und Ersatzteilversorgung betreut werden. N3 Engine Overhaul Services ist im Rahmen dieses Konzepts künftig für die Überholung der Triebwerke zuständig, wie es weiter hieß. In dem Werk in Arnstadt (Thüringen) werden bislang jährlich rund 100 zivile Großtriebwerke überprüft. Zirka 600 Mitarbeiter sind in dem Werk im Industriegebiet am Erfurter Kreuz beschäftigt.

© Airbus, Lesen Sie auch: Lufthansa nennt weitere Ausstattungs-Details ihrer Airbus A350

In dem Arnstädter Instandhaltungsbetrieb werden seit 2007 Flugzeugturbinen gewartet. Bislang umfasste das Produktportfolio nach Unternehmensangaben die Typen Trent 500 (A340), Trent 700 (A330), Trent 900 (A380) Das Werk übernimmt aber auch Wartungsaufträge für andere Fluggesellschaften und repariert einzelne Triebwerksteile. Es betreut nach eigenen Angaben 30 internationale Fluggesellschaften.

Mit dem neuen A350-Triebwerkstyp soll sich die Anzahl der überholten Motoren schrittweise auf bis zu 150 erhöhen. Um den Bedarf an Fluggerätmechanikern Fachrichtung Triebwerkstechnik kümmert sich das Unternehmen selbst. Derzeit befinden sich 54 Frauen und Männer in der Ausbildung bei N3 Engine Overhaul Services, hieß es in der Miteilung.

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Von: gk, dpa
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