Triebwerk der A320neo sorgt für Verzögerungen bei der Lufthansa

21.03.2016 - 13:05 0 Kommentare

Verzögerungen bei der Lufthansa: Die Airline kann ihre zweite A320neo erst später einsetzen. Als Grund dafür nannte Konzern-Chef Carsten Spohr Probleme mit den Triebwerken.

Ein Airbus A320neo auf dem Werksgelände von Airbus in Hamburg. - © © dpa - Lukas Schulze

Ein Airbus A320neo auf dem Werksgelände von Airbus in Hamburg. © dpa /Lukas Schulze

Die Lufthansa wird ihre zweite A320neo erst später einsetzen. Das sagte Airline-Chef Carsten Spohr der Nachrigenagentur "Reuters". "Die Triebwerksprobleme werden langsam besser, aber sie sind noch nicht beseitigt." Einen genauen Termin für die zweite A320neo gebe es noch nicht - es werde jedoch in Kürze soweit sein, sagte eine Lufthansa-Sprecherin auf Nachfrage von airliners.de.

Die Motoren der A320neo kommen vom US-Hersteller Pratt & Whitney. Es gibt Kritik an den neuen Triebwerken, sie brauchen zur Kühlung noch Extra-Laufzeiten. Konzern-Chef Robert Leduc hatte vor Kurzem Probleme mit der Software eingeräumt. Immerhin: Die Softwareprobleme, bei denen der Motor fehlerhafte Nachrichten ins Cockpit schickt, seien schon zur Hälfte gelöst, sagte Spohr jetzt.

© Lufthansa (oben) / © dpa, Lukas Schulze (unten), GedankenflugEin Déjà-vu in Hamburg

Aufgrund der Probleme mit den Triebwerken von Pratt & Whitney kann die Lufthansa ihre erste A320neo bisher nur auf innerdeutschen Routen einsetzen, wo die entsprechenden Wartungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Für weitere Ziele würde man mehr Ingenieure an den jeweiligen Standorten brauchen, sagte Spohr.

Die Lufthansa hatte als erste Airline weltweit eine A320neo in die Flotte aufgenommen, nachdem Qatar Airways gepasst hatte. Aufgrund modernerer Motoren und einer verbesserten Aerodynamik soll das Flugzeug 15 Prozent weniger Sprit verbrauchen als das Vorgängermodell.

© Lufthansa, Lesen Sie auch: Lufthansa übernimmt ersten Airbus A320neo

Die Lufthansa hat insgesamt 116 Maschinen der A320neo-Familie bei Airbus bestellt. 15 davon sollen zur Tochter Swiss, die restlichen 101 sind für die Lufthansa gedacht. In diesem Jahr sollen noch einige Maschinen ausgeliefert werden und am Lufthansa-Hub in Frankfurt zum Einsatz kommen.

Von: ch
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