Airlines streichen Flüge wegen anhaltender DFS-Softwareproblemen

25.03.2019 - 08:12 0 Kommentare

Die Deutsche Flugsicherung bekommt Softwareprobleme in Center Langen nicht in den Griff. Seit Mittwoch kommt es zu Einschränkungen und Flugausfällen, unter anderem bei Lufthansa. Jetzt soll eine neue Software helfen.

Kondensstreifen am Himmel - © © dpa - Patrick Pleul

Kondensstreifen am Himmel © dpa /Patrick Pleul

Die Störung im elektronischen Kontrollstreifensystem der Flugsicherungszentrale im hessischen Langen dauert weiter an.

Wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Montag mitteilte, muss die Kapazität "aus Sicherheitsgründen" weiterhin um ein Viertel reduziert bleiben. Techniker würden nun "versuchen", in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine alternative Software in Betrieb zu nehmen. Nach wie vor gelte, dass "die Sicherheit des Luftverkehrs nicht beeinflusst ist".

Die Probleme dauern bereits seit Mittwoch vergangener Woche an. Als Ursache wird ein Software-Update aus dem Februar vermutet. Allerdings läuft das Programm in den anderen DFS-Centern in München, Karlsruhe und Bremen fehlerfrei.

Airlines streichen Flüge

Das Software-Problem schränkt den Luftverkehr schon seit Tagen über weiten Teilen Deutschlands ein. Von der Flugsicherungszentrale in Langen wird ein Luftraum überwacht, der vom Bodensee im Süden bis nach Kassel im Norden reicht. Im Westen ist die Grenze des Langener Luftraums die französische Grenze, im Osten Thüringen. Eurocontrol leitet im betroffenen Bereich Maschinen um.

Betroffen sind vor allem die Flughäfen Frankfurt am Main, Köln/Bonn, Stuttgart und Düsseldorf, wo es immer wieder zu Verspätungen und Flugausfällen kommt. Allein in Frankfurt wurden bis Mittag 68 von rund 1400 geplanten Flugbewegungen gestrichen, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport mitteilte. Beim Hauptkunden Lufthansa mussten 46 Flüge mit rund 4500 betroffenen Passagieren abgesagt werden.

© dpa, Marius Becker Lesen Sie auch: Softwarestörung in DFS-Flugverkehrskontrollzentrale in Langen

Kontrollstreifen liefern den Fluglotsen Planungsinformationen und ergänzen die Radarüberwachung des Luftraums. Sie enthalten alle für den Flugverlauf wichtigen Daten wie beispielsweise Flugzeugtyp, Flugstrecke und erwartete Überflugzeit. Diese werden seit einiger Zeit elektronisch geliefert. Die weiteren Kontrollzentralen der DFS in München, Bremen und Karlsruhe seien von der Störung nicht betroffen.

Von: dh mit AFP, dpa
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