Luftfahrtindustrie erreicht erneut Rekordzahlen

27.04.2016 - 16:03 0 Kommentare

Die deutsche Luftfahrtindustrie hat 2015 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Die Branche ist momentan sehr gut aufgestellt, sagt BDLI-Präsident Gerwert. Damit das so bleibt, wird weiter in die Forschung investiert.

BDLI-Präsident Bernhard Gerwert - © © dpa - Stephanie Pilick

BDLI-Präsident Bernhard Gerwert © dpa /Stephanie Pilick

Die zivile Luftfahrtindustrie in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 25,3 Milliarden Euro erzielt. Das waren rund 2,3 Milliarden Euro beziehungsweise elf Prozent mehr als im Jahr 2014, teilte der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) jetzt mit.

Mit 73 Prozent Anteil am Gesamtbranchenumsatz baute die zivile Luftfahrt ihre Stellung als größter Sektor der nationalen Luft- und Raumfahrtindustrie aus. Insgesamt hatte die Branche laut BDLI im vergangenen Jahr beim Umsatz ein Allzeithoch von 34,7 Milliarden Euro erreicht - acht Prozent beziehungsweise 2,6 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. "Die Luft- und Raumfahrtbranche in Deutschland ist momentan sehr gut aufgestellt", schätzte BDLI-Präsident Bernhard Gerwert ein.

Umsatz der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie Foto: © BDLI

Die zivile Luftfahrtindustrie beruht in Deutschland im wesentlichen auf Airbus und seinen Zulieferern. Die Netto-Auftragseingänge beliefen sich beim Flugzeugbauer Ende des zurückliegenden Geschäftsjahres auf etwas mehr als 1.000 Maschinen. Der Auftragsbestand von aktuell rund 6.700 Flugzeugen entspreche einer Auslastung von fast einem Jahrzehnt. "Welche Industrie kann von sich sagen, eine gesicherte Auslastung für ein Jahrzehnt zu haben?", kommentierte dies Gerwert. Das Auftragsvolumen umfasst zirka 950 Milliarden Euro. Und "wir rechnen mit weiterem Wachstum im zivilen Flugzeugbau", sagte er.

Auch mittelständische Zulieferer profitieren

Von den Aufträgen würden auch Triebwerkhersteller und mittelständisch geprägte Zulieferunternehmen profitieren, so der BDLI-Präsident. Im vergangenen Jahr registrierte die zivile Zulieferindustrie eine Wachstumsquote von 8,5 Prozent. Ihr Umsatz stieg von 9,83 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 10,6 Milliarden Euro. "Heute ist unsere Industrie an jedem der jährlich rund 1.700 weltweit ausgelieferten Verkehrsflugzeuge mit Komponenten beteiligt", so Gerwert.

© airliners.de, Gunnar Kruse Lesen Sie auch: Bund fördert seit zwei Jahrzehnten die Luftfahrtforschung

Auch wenn die Entwicklung neuer Flugzeugtypen wie beispielsweise des Airbus A350 weitgehend abgeschlossen ist, sollen Forschung und Innovationen auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen. "Unsere Industrie investiert weiterhin - gerade auch im Vergleich zu anderen Industrien - stark in neue Technologien und Produkte in Hinblick auf die Entwicklung der nächsten Generation von Flugzeugen ebenso wie für Produktweiterentwicklungen für laufende Flugzeugprogramme wie A320neo und A330neo", teilte Gerwert mit.

Im vergangenen Jahr lagen die industrieeigenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung nach BDLI-Angaben bei 4,2 Milliarden. Euro. Dies entspreche zwölf Prozent des Branchenumsatzes.

Von: gk
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