Luftfahrtgipfel: Nächstes Treffen findet am 28. März statt

06.12.2018 - 14:44 0 Kommentare

Nach dem Problemsommer: Im März 2019 sollen Airlines und Flughäfen der Politik über ihre Fortschritte berichten. Doch bei den Fluggastrechten gehen die Zielsetzungen offenbar auseinander.

Beim Spitzentreffen von Politik und Luftfahrt am 5. Oktober in Hamburg. - © © Freie und Hansestadt Hamburg - Roland Magunia

Beim Spitzentreffen von Politik und Luftfahrt am 5. Oktober in Hamburg. © Freie und Hansestadt Hamburg /Roland Magunia

Der Luftfahrtgipfel vor zwei Monaten soll im kommenden Jahr eine Fortsetzung finden: Am 28. März 2019 wird in Hamburg wieder ein Spitzentreffen von Branchenmanagern, Verbänden und Politikern stattfinden. Das erfuhr airliners.de aus Teilnehmerkreisen.

Ein Folgetreffen war bereits nach dem ersten Termin am 5. Oktober angekündigt worden. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kündigte damals ein "Monitoring" zur Umsetzung des vereinbarten Maßnahmenkatalogs an. So soll Ende März vor dem Beginn des Sommerflugplans bilanziert werden, inwieweit sich die Situation im deutschen Flugbetrieb verbessert hat.

In 24 Punkten hatten sich auf dem ersten Spitzentreffen Airlines, Flughäfen, Flugsicherung sowie Bund und Länder zu konkreten Maßnahmen verpflichtet, um Flugausfälle und -verspätungen einzudämmen.

© airliners.de, Lesen Sie auch: Das wurde auf dem Luftfahrtgipfel beschlossen Überblick

Auf diese Erklärung bezog sich auch ein Treffen, das am Mittwoch auf Einladung des Verbraucherministeriums in Berlin stattfand. Dort sollten die Fluggesellschaften Auskunft geben, wie sie die Information und die Entschädigung der Passagiere bei Störungen verbessern wollen.

Beim Thema Fluggastrechte waren Easyjet und Ryanair dabei

Laut Teilnehmern handelte es sich lediglich um ein Arbeitsgespräch. Ministerin Katarina Barley war entgegen anderslautenden Ankündigungen nicht anwesend, sondern nur die Staatssekretäre aus dem Verbraucher- und dem Verkehrsministerium.

Daneben waren Verbraucherschutzverbände sowie die Verbände BDL für die deutschen und Barig für die ausländischen Airlines vertreten. Auch einzelne Fluggesellschaften nahmen teil, darunter Ryanair und Easyjet. Die beiden Billigflieger waren zum "Luftfahrtgipfel" nicht eingeladen worden.

Fluggesellschaften und Flughäfen hätten bei dem Gespräch "konkrete Umsetzungsschritte" zur Verbesserung der Passagierrechte vorgestellt, teilte das Verbraucherministerium mit. Aus Teilnehmerkreisen war allerdings zu hören, dass die Ankündigungen nicht über das hinausgingen, was bereits in dem Maßnahmenkatalog im Oktober zu dem Thema festgehalten worden war.

Airlines wollen keine Entschädigung per App

Demnach wollen die Airlines "zentrale und kompetente Anlaufstellen" einrichten, die Reisende über Verspätungen informieren und ihre Entschädigungsansprüche abwickeln werden. Dabei sollen Informationskanäle wie SMS, E-Mail, Apps, aber auch Anzeigetafeln an den Flughäfen genutzt werden.

Ein Airline-Vertreter stellte jedoch gegenüber airliners.de klar, dass keine gemeinsamen Anlaufstellen geplant seien. "Das wird jede Airline anders machen." Auch hätten die Fluggesellschaften nicht vor, die Beantragung von Ausgleichszahlungen per Smartphone-App anzubieten. Es gehe eher darum, bessere Informationen in den digitalen Kanälen bereitzustellen.

Eine Automatisierung der Ausgleichszahlungen bei Flugverspätungen hatten im November mehrere Bundesländer in einer Bundesratsinitiative gefordert. Auch Ministerin Barley sagte, die Entschädigungen müssten so einfach werden wie ein Ticketkauf.

Von: pra
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