Luftfahrtgipfel: Fluglotsengewerkschaften fordern Teilnahme

29.08.2018 - 14:54 0 Kommentare

Das Verkehrsministerium plant einen Luftfahrtgipfel im Oktober. Nun fordern auch Vertreter der Fluglotsengewerkschaften ihre Teilnahme. Ohne Arbeitnehmervertreter drohe eine "Alibiveranstaltung" ohne Wert.

Ein Fluglotse bei der Arbeit. - © © DFS - H. J. Koch

Ein Fluglotse bei der Arbeit. © DFS /H. J. Koch

Fluglotsengewerkschaften haben eine Beteiligung am geplanten Luftfahrtgipfel Anfang Oktober in Hamburg angemahnt. "Wenn dieser Gipfel nicht als 'Alibiveranstaltung' ohne Wert in die Annalen der Luftfahrt eingehen soll", dann sei eine Beteiligung der betroffenen Arbeitnehmervertreter dringend erforderlich.

Das teilten die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) und die Trade Union Eurocontrol Maastricht (TUEM) am Mittwoch mit. "Radikale Sparprogramme auf dem Rücken der Beschäftigten und der Kunden vertragen sich nun einmal nicht mit den allseits gewünschten stabilen und sicheren Verhältnissen im Luftverkehr", erklärten die Gewerkschaften. Ohne eine aktive Beteiligung der Arbeitnehmervertreter werde es kurz- bis mittelfristig keine spürbare Entspannung am Himmel geben können.

Sparzwang muss aufhören

"Fluglotsen können Sie nicht beim Arbeitsamt bestellen", sagte der GdF-Vorsitzende Mathias Maas. Eine Ausbildung brauche drei bis fünf Jahre. Angesichts des stark steigenden Luftverkehrs müsse der Sparzwang aufhören.

Das Treffen soll nach Angaben des Hamburger Senats am 5. Oktober in der Hansestadt stattfinden. Hintergrund sind die langen Warteschlangen, Flugverspätungen und Streichungen, die in diesem Sommer für Unmut von Passagieren gesorgt haben

© privat, Lesen Sie auch: "Wir dürfen nicht wieder dieselben Fehler machen" Interview mit GdF-Chef Matthias Maas

"Zusammen mit dem Bundesverkehrsminister werde ich in den nächsten Tagen zu einem Spitzengespräch zur Situation im Luftverkehr einladen, um die Ursachen von Verspätungen anzugehen", erklärte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Gemeinsam mit Vertretern der Airlines und der Flughäfen, der Deutschen Flugsicherung, dem Bundesverkehrsministerium und Vertretern der Länder sollten Lösungen entwickelt werden.

Von: dpa, br
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