Beruf & Karriere

Die Luftfahrtbranche als ziviler Arbeitgeber

01.05.2017 - 08:05 0 Kommentare

Nach dem Militärdienst ergeben sich auch in der zivile Luftfahrtbranche eine Reihe von Jobmöglichkeiten. Die Fortbildung oder Umschulung über einen Bildungsträger kann den Weg dafür ebnen.

Wartungsarbeiten an einer Boeing 767 - © © AirTeamImages.com - D. Pedley

Wartungsarbeiten an einer Boeing 767 © AirTeamImages.com /D. Pedley

Gute Chancen auf einen Job in der zivilen Luftfahrt haben ausscheidende Zeitsoldaten. Ihnen verbessert der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr die Eingliederung in den Zivilbereich sogar noch durch die Förderung einer Aus-, Fort-, oder Weiterbildung auf Basis der bestehenden militärischen Qualifikation. Auch ohne zivile Praxis bietet beispielsweise eine luftfahrtspezifische Weiterbildung im Bereich Technik oder Maschinenbau an einer Fachhochschule etliche neue Möglichkeiten für zivile Tätigkeiten in administrativen Bereichen.

Grundlagen für einen Job im zivilen Leben gelegt

So mancher, der seine aktive Dienstzeit beendet, hat bei der Bundeswehr bereits die beruflichen Grundlagen für einen Job im zivilen Leben gelegt. Schließlich werden bei der Luftwaffe für die Wartung des Fluggeräts und den reibungslosen Ablauf des Flugbetriebs ähnliche Fähigkeiten benötigt, wie es im zivilen Luftverkehr der Fall ist.

Und so werden bei der Luftwaffe selbst unter anderem auch Fluggerätmechaniker für Instandhaltungs-, Triebwerks- sowie Fertigungstechnik ausgebildet. Ebenfalls ist es möglich, sich in dreieinhalb Jahren zum Fluggerätelektroniker ausbilden zu lassen. Im Rahmen der Ausbildung bei der Bundeswehr im Dualen System besuchen die Auszubildenden gemeinsam mit den Auszubildenden ziviler Ausbildungsbetriebe eine Berufsschule. Mit einem dieser nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannten Ausbildungsberufe ist auch ein Einstieg ins zivile Berufsleben möglich.

Unterstützung durch Berufsförderungsdienst der Bundeswehr

Doch nicht nur diese speziell auf die Branche ausgerichteten Ausbildungen ermöglichen einen Einstieg in die zivile Luftfahrt. Verschiedene Bildungseinrichtungen bieten Fortbildungen oder Umschulungen für Ex-Soldaten an. Finanziell unterstützt wird die schulische und berufliche Bildung an öffentlichen oder privaten Bildungseinrichtungen durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr.

Wer bereits einen Metallgrundberuf erlernt hat, kann beispielsweise in einer achtmonatigen Fortbildung das nötige Fachwissen eines Engine Mechanic erwerben. Dabei handelt es sich um eine branchenanerkannte Ausbildung für die Fluggerätherstellung. Etwas länger - nämlich zwischen rund 24 und 28 Monaten - dauert eine Umschulung.

© dpa, Patrick Pleul Lesen Sie auch: Für wen eine Luftfahrt-Umschulung geeignet ist

Wer als ehemaliger Bundeswehrangehöriger die nötigen Voraussetzungen erfüllt, kann ebenfalls über den Berufsförderungsdienst unterstützt werden. Zu den möglichen Abschlusszielen gehören unter anderem der Beruf des Luftverkehrskaufmanns oder des Fluggerätmechanikers.

Ehemalige Militärangehörige haben laut Statistik kaum Probleme, einen neuen Job zu finden. Nach Angaben des Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr können mehr als 90 Prozent der ausgeschiedenen Soldaten erfolgreich in den zivilen Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Und fast alle von ihnen haben den Angaben zufolge bereits innerhalb der ersten sechs Monate einen zivilen Arbeitsplatz gefunden.

© DC Aviation, Lesen Sie auch: So klappt es im neuen Jahr mit der Luftfahrt-Karriere

Wichtig ist dafür aber, dass die Angebote des Berufsförderungsdienstes rechtzeitig aktiv genutzt und die Berufsziele mit hoher Eigeninitiative und Zielstrebigkeit verfolgt werden. Die richtige Qualifikation und Mobilität sind die Schlüssel zum Erfolg, die Nachfrage ist jedenfalls da, heißt es auch in der Luftfahrtbranche.

Von: airliners.de
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