Luftfahrt-Forschungszentrum ZAL in Hamburg eröffnet

07.03.2016 - 15:09 0 Kommentare

Hamburg gehört zu den weltweit größten Standorten der Luftfahrtindustrie. Jetzt wurde ein hochmodernes Forschungszentrum gebaut. Die Idee: Verschiedene Unternehmen sollen ihre Kompetenzen unter einem Dach bündeln.

Blick auf das Forschungszentrum ZAL in Hamburg.

Blick auf das Forschungszentrum ZAL in Hamburg.
© dpa - Lukas Schulze

Das ZAL soll als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und der Stadt Hamburg dienen.

Das ZAL soll als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und der Stadt Hamburg dienen.
© ZAL - M. Lindner

Vertreter aus Politik und Wirtschaft eröffnen das ZAL in Hamburg.

Vertreter aus Politik und Wirtschaft eröffnen das ZAL in Hamburg.
© dpa - Lukas Schulze

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD, li.) und Roland Gerhards, Geschäftsführer des Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL).

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD, li.) und Roland Gerhards, Geschäftsführer des Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL).
© dpa - Lukas Schulze

Ein Flugzeugrumpf steht im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg in einem Akustiklabor. Hier wird unter anderem die Schallentstehung und -ausbreitung in der Flugzeugkabine erforscht.

Ein Flugzeugrumpf steht im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg in einem Akustiklabor. Hier wird unter anderem die Schallentstehung und -ausbreitung in der Flugzeugkabine erforscht.
© dpa - Daniel Reinhardt

In Hamburg ist jetzt das neue Techcenter des Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) offiziell eröffnet worden. Damit schließe die Hamburger Luftfahrtindustrie bei der Flugzeug- und Luftfahrtforschung endgültig zur Weltspitze auf, hieß es. Die Einrichtung ist nach eigenen Angaben das weltweit modernste Forschungszentrum für die zivile Luftfahrt.

Das ZAL bietet auf einer Nutzfläche von 26.000 Quadratmetern rund 600 Arbeitsplätze. Der Betrieb läuft bereits seit Anfang Februar. Das Zentrum befindet sich in der Nähe des Airbus-Werks in Hamburg-Finkenwerder und hat rund 100 Millionen Euro gekostet.

Airbus, Lufthansa und DLR unter einem Dach

Das ZAL soll eine Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und der Stadt Hamburg sein. Forscher und Entwickler von Airbus und Lufthansa Technik, Diehl Aerospace und der TU Hamburg-Harburg, von Zulieferern, Hochschulen und Institutionen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrtforschung (DLR) sollen unter einem Dach innovative Produkte und Konzepte schneller und günstiger zur Einsatzreife führen.

Das ZAL-Techcenter - für das im November 2014 Richtfest gefeiert wurde - wird sich auf sechs Schwerpunkte konzentrieren. Dazu zählen ein Forschungslabor für zivile und sichere Nutzungsmöglichkeiten von Wasserstoff, neue Ideen für Flugzeugkabinen, Stromversorgungs- und Klimaanlagensysteme, Automatisierung und Produktion, Akustik sowie 3D-Simulation.

Das Projekt soll sich durch die Mietzahlungen der Gesellschafter finanzieren. Airbus, Lufthansa Technik und die Stadt Hamburg sind mit jeweils 20 Prozent Anteil die größten von insgesamt neun Gesellschaftern des ZAL-Techcenter.

Verschiedene Bauteile von Flugzeugen sind im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg in einer Halle zu sehen. Foto: © dpa, Daniel Reinhardt

Mit der Einrichtung gewinne Hamburg bei Forschung und Entwicklung weit über die Luftfahrtbranche hinaus an internationalem Profil, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) bei der Eröffnung. Die Luft- und Raumfahrtkoordinatorin der Bundesregierung, Brigitte Zypries (SPD), nannte das ZAL-Techcenter "eine vorbildliche Zukunftsinvestition".

Die zivile Luftfahrtindustrie ist für Hamburg einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige, angeführt von den Unternehmen Airbus und Lufthansa Technik. Zusammen mit dem Flughafen und mehr als 300 Unternehmen der Zuliefer- und Wartungsindustrie beschäftigt die Branche rund 40.000 Arbeitnehmer. Dazu kommen Universitäten, Ausbildungseinrichtungen und Forschungsinstitute.

Wer sich das neue Zentrum selbst einmal anschauen möchte, hat am 12. März die Gelegenheit dazu: An diesem Tag ist ein "Tag der offenen Tür" geplant.

© ZAL, Lesen Sie auch: Stadt Hamburg baut Luftfahrt-Forschungszentrum selbst

Von: ch, dpa
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