Schlüsselübergabe

Lübeck-Investor plant eigene Airline

03.01.2013 - 11:43 0 Kommentare

Der Flughafen Lübeck könnte nach seiner Privatisierung eine eigene Airline bekommen. Das kündigte der neue Investor Mohamad Rady Amar gestern im Rahmen einer symbolischen Schlüsselübergabe an.

Von links nach rechts: Herr Prof. Dr.-Ing Mohamad Radyamar (Neuer Eigentümer), Prof. Dr.-Ing. Jürgen Friedel (Flughafen-Geschäftsführer), Bernd Saxe (SPD, Bürgermeister Hansestadt Lübeck).

Von links nach rechts: Herr Prof. Dr.-Ing Mohamad Radyamar (Neuer Eigentümer), Prof. Dr.-Ing. Jürgen Friedel (Flughafen-Geschäftsführer), Bernd Saxe (SPD, Bürgermeister Hansestadt Lübeck).
© Flughafen Lübeck

Vorfeldmitarbeiter weist eine Ryanair-Maschine in Lübeck ein

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© dpa

Gangway am Flughafen Lübeck

Gangway am Flughafen Lübeck
© dpa

Passagiere besteigen in Lübeck eine Wizz-Air-Maschine nach Danzig

Passagiere besteigen in Lübeck eine Wizz-Air-Maschine nach Danzig
© Flughafen Lübeck

Mohamad Rady Amar hat mit dem Flughafen Lübeck große Pläne. Der Frankfurter Geschäftsmann mit agyptischen Wurzeln will in den nächsten Jahren dort 20 Millionen Euro investieren. "Wir werden eine neue Fertigungshalle für meine Firmen FFA Bravo und Aquila bauen sowie eine Wartungshalle für unsere und fremde Flugzeuge", sagte Amar gestern bei einer symbolischen Schlüsselübergabe an die neue Flughafengesellschaft "Yasmina Flughafenmanagement GmbH".

Amar will auch eine neue Fluggesellschaft gründen, die ab Lübeck operiert. "Es wird in fünf bis sechs Monaten losgehen", zitieren die "Lübecker Nachrichten" den neuen Flughafeneigentümer. Zunächst werde mit einer Passagiermaschine mit bis zu 190 Plätzen gestartet, eine zweite soll dann folgen. Dafür werde eine Summe im zweistelligen Millionenbereich investiert.

Ob der neue Investor wirklich eine Fluggesellschaft mit eigener Betriebslizenz aufbauen will blieb vorerst offen. Bereits im Sommer sollen den Angaben nach ab Lübeck innerdeutsche Ziele wie Frankfurt und München angeflogen werden, um die lokale Wirtschaft an Drehkreuze anzubinden. Lübeck habe zudem eine ideale Lage für den Touristikverkehr – incoming und outgoing, so Amar. Bislang fliegen Charterairlines und Billigflieger Lübeck an. Nach Ägypten und auch in Richtung Skandinavien und dem Baltikum bestünde Potential für weitere Verbindungen.

Deutsche Flughäfen hatten allerdings bislang mit "eigenen" Airlines meist eine Bruchlandung erlebt. Aktuelle Beispiele sind die CSO City Fly in Magdeburg und Touropa in Memmingen. Während es sich dabei um Wetleasing-Vermarktungskonstrukte ohne eigene Betriebslizenz handelte, fliegt im Schweizer Altenrhein allerdings bereits seit fast zwei Jahren die flughafeneigene People's Viennaline unter eigener Lizenz.

Ende November hatte die Bürgerschaft der Hansestadt den Verkauf an Amar beschlossen. Mit der Übernahme reiht sich Lübeck in den kleinen Kreis privat betriebener Regionalflughäfen in Deutschland ein. Dazu gehören auch Memmingen und der Baden-Airpark. Geschäftsführer der neuen Lübecker Flughafengesellschaft ist Jürgen Friedel, der den Flughafen bereits seit Mai 2011 führt und den Flughafen erfolgreich privatisierte.

Von: airliners.de mit dpa
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