LGW fliegt ab Dezember mit Airbussen

16.11.2017 - 19:02 0 Kommentare

Die Luftfahrtgesellschaft Walter bereedert die ersten ihrer Airbus-Mittelstreckenjets, die ab Dezember dann innerdeutsch im Wet-Lease für Eurowings abheben. Die Flugzeuge kommen von Air Berlin.

A320 in den Farben der LGW. - © © Screenshot der LGW-Homepage: airliners.de -

A320 in den Farben der LGW. © Screenshot der LGW-Homepage: airliners.de

Die nicht insolvente Air-Berlin-Tochter LGW (Luftfahrtgesellschaft Walter) wird ab Dezember erstmals auch Airbus-Mittelstreckenmaschinen einsetzen. Airline-Chef Felix Genze sagte im Gespräch mit airliners.de, dass die Einflottung von insgesamt 13 A320-Flugzeugen kommende Woche beginne und noch in diesem Jahr abgeschlossen sei. Bislang flog die Regional-Airline ausschließlich Turbopropflugzeuge des Typs Dash 8.

Aktuell sucht die LGW zudem neue Crews - diese sollen ein A320-Rating haben, heißt es in Stellenausschreibungen online. Sie sollen an den Stationen Berlin-Tegel und Stuttgart eingesetzt werden. Auch schult die Dortmunder Fluggesellschaft ihr fliegendes Personal laut Unternehmenskreisen nach und nach auf den anderen Flugzeugtyp.

LGW vereinbarte Wet-Lease mit Eurowings

Mit den neuen Airbus-Maschinen bedient die LGW laut Flugplandaten unter anderem innerdeutsche Routen zwischen Berlin-Tegel, Düsseldorf, Hamburg und Köln/Bonn - für Eurowings. Denn LGW hat mit der Lufthansa-Tochter kürzlich einen Wet-Lease vereinbart: über den Einsatz der 17 Dash-Flugzeuge und der 13 Airbus-Maschinen, die aktuell noch im Air-Berlin-Wet-Lease beheimatet sind.

Wet-Leases

Aktuell bedient sich Eurowings aus der Air-Berlin-Gruppe mit zwei Wet-Leases.

  • Zum Einen läuft seit Jahresanfang ein Deal zwischen Air Berlin und Eurowings beziehungsweise Austrian Airlines. 38 Maschinen der Air Berlin sollen vertraglich zugesichert für die beiden Kranich-Airlines abheben. Aktuell sind es für Eurowings nur noch 13. Weiterhin zahlt Eurowings für diesen Deal, von dem eingenommenen Geld wiederum entlohnt Air Berlin jene Mitarbeiter, die den Wet-Lease fliegen und somit nicht freigestellt sind. Ein Sprecher von Eurowings sagte, Air Berlin würde die Flüge "zurzeit sehr sauber" abfliegen.
  • Darüber hinaus haben LGW und Eurowings zum 1. November einen zweiten Wet-Lease vereinbart. Er umfasst die 17 Turboprop-Maschinen der Regionalairline und Kontingente der 13 Airbus-Maschinen aus dem Air-Berlin-Vertrag - nach und nach sollen diese Flugzeuge für Eurowings abheben und das Engagement der 13 Air-Berlin-Flieger übernehmen.

Beide Deals sind vom Bundeskartellamt genehmigt.

Dash-8 der LGW in der Lackierung der Eurowings. Foto: © AirTeamImages.com

Die Lufthansa Group will unter anderem die nicht insolvente LGW von Air Berlin übernehmen und an ihre Billigplattform andocken. Doch dieser Deal muss erst von den EU-Wettbewerbshütern genehmigt werden. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, dass mit dem neuen Wet-Lease vorerst die Zahlungsfähigkeit der LGW aufrecht erhalten und wertvolle Streckenrechte weiter bedient werden sollen.

© AirTeamImages.com, Alun Morris Jones Lesen Sie auch: Eurowings muss um Air-Berlin-Wet-Leasing bangen

Von: cs
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