«Tante Ju» oder «Rosinenbomber»?

Letzter Tempelhof-Flug wird ausgelost

19.09.2008 - 17:16 0 Kommentare

Der letzte Start vom traditionsreichen Berliner Flughafen Tempelhof wird zwischen zwei Luftfahrt-Legenden ausgelost. Sowohl ein «Rosinenbomber» vom Typ DC 3 als auch eine Ju 52 mit dem Spitznamen «Tante Ju» erhielten eine behördliche Ausnahmegenehmigung für den 30. Oktober um 23.55 Uhr, wie die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Freitag mitteilte.

Die DC-3 des Air Service Berlin in Tempelhof. - © © Air Service Berlin -

Die DC-3 des Air Service Berlin in Tempelhof. © Air Service Berlin

Die letzten Starts vom Flughafen Tempelhof sind zwei historischen Maschinen vorbehalten. Am 30. Oktober um 23.55 Uhr dürfen ein «Rosinenbomber» vom Typ Douglas DC 3 und eine Junkers JU-52 in Richtung Schönefeld abheben. Die Oberste Luftfahrt- und Luftsicherheitsbehörde erteilte am Freitag der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung und der Air Berlin Service GmbH die Genehmigung für die Nostalgieflüge, wie eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitteilte.

Sowohl die Ju-52 der Lufthansa Stiftung als auch die in Tempelhof stationierte DC-3 des "Air Service Berlin" haben sich um den geschichtsträchtigen letzten Flug vom Berliner Stadtflughafen Tempelhof beworben. Welcher der «Rivalen» als letzter abheben darf, werde am Tag selbst per Los entschieden. Der Flugbetrieb auf dem 1923 eröffneten Airport wird nach einem Beschluss des Senats kurz darauf um 24.00 Uhr offiziell eingestellt.

Wegen der «Einmaligkeit des Ereignisses» werde extra eine Ausnahme davon gemacht, dass nach 22.00 Uhr aus Lärmschutzgründen eigentlich keine Flüge in Tempelhof mehr gestattet sind, hieß es. Zum letzten regulären Flug soll am 30. Oktober um 21.50 Uhr eine Maschine der Gesellschaft Cirrus nach Mannheim abheben. Am selben Tag sind zahlreiche andere Sonderflüge geplant.

Von: ddp, dpa
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