Leipzig/Halle baut für 210 Millionen aus

18.10.2018 - 08:17 0 Kommentare

Der Flughafen Leipzig/Halle stellt sich auf weiteres Frachtwachstum ein. Ausgebaut werden Vorfeld, Rollwege und Hochbauten - vor allem für das DHL-Drehkreuz.

DHL-Leitwerk am Flughafen Leipzig/Halle - © © dpa - J. Woitas

DHL-Leitwerk am Flughafen Leipzig/Halle © dpa /J. Woitas

Der Flughafen Leipzig/Halle breitet sich aufgrund des rasant wachsenden Frachtaufkommens aus. Geplant sind unter anderem die Erweiterung des Vorfeldes, der Bau von zusätzlichen Rollwegen im Bereich des DHL-Drehkreuzes und der Ausbau von Hochbauten, wie die Mitteldeutsche Flughafen AG mitteilte.

Wie der Airport ankündigte, muss für die Bauarbeiten ein Planänderungsverfahren beantragt werden. Dafür werde man Anfang kommenden Jahres die Unterlagen bei der Landesdirektion Sachsen einreichen.

Verzehnfachung der Fracht seit 2007

"Dass wir vorhandene Flächenreserven jetzt gezielt erschließen können, ist ein maßgeblicher Standortvorteil unseres Airports und Grundlage für ein nachfragegerechtes Wachstum", sagte Flughafen-Chef Johannes Jähn. Das Frachtaufkommen an Deutschlands zweitgrößtem Luftfrachtdrehkreuz habe sich seit 2007 mehr als verzehnfacht und verzeichne weiterhin ein überproportionales Wachstum.

So wurden in den ersten neun Monaten 9,5 Prozent mehr Fracht umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum. "Wachstumsträger ist insbesondere der kontinuierlich steigende Umschlag am europäischen DHL-Drehkreuz", heißt es. Werktäglich würden rund 65 Maschinen des Logistikkonzerns das Drehkreuz ansteuern.

© dpa, Frank May Lesen Sie auch: Zwei der drei größten Frachtflughäfen Deutschlands wachsen

Die Investitionen für Rollwege und Vorfelderweiterung, die sich auf rund 210 Millionen Euro belaufen sollen, will die Flughafen-GmbH selbst tragen. Sie würden durch die Verkehrserlöse und die Einnahmen aus der langfristigen Vermietung der Vorfeldareale refinanziert, heißt es.

Jähn betonte, dass zur Beurteilung der Auswirkungen der Ausbaupläne umfangreiche Gutachten eingeholt würden. Hierzu zählten eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung sowie Gutachten zur Entwicklung des Verkehrsaufkommens, zur Boden-, Fluglärm- und Gesamtlärmsituation sowie zu Luftschadstoffemmissionen. Zudem würden artenschutz- und naturschutzfachliche Bestandsaufnahmen sowie ein landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt.

Von: pra, dpa
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