LBA genehmigt Codeshare-Flüge von Air Berlin und Etihad

17.03.2016 - 18:37 0 Kommentare

Air Berlin und Etihad dürfen auch über den Winterflugplan hinaus ihre Gemeinschaftsflüge durchfüren. Das Luftfahrtbundesamt hat die Codeshares jetzt wie erwartet genehmigt. Für Air Berlin bedeutet das endgültig Planungssicherheit.

Flugzeuge von Air Berlin und Etihad Airways am Flughafen Düsseldorf. - © © AirTeamImages.com - TT

Flugzeuge von Air Berlin und Etihad Airways am Flughafen Düsseldorf. © AirTeamImages.com /TT

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) hat jetzt wie erwartet die Etihad-Codeshares auf Air-Berlin-Flügen auch für den Sommerflugplan genehmigt. Alle beantragten Codesharings seien ohne Beanstandung freigegeben worden, bestätigte eine Sprecherin gegenüber airliners.de.

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatte ein Verbot für Etihad-Codes auf etlichen Air-Berlin-Flügen im jetzt auslaufenden Winterflugplan zuvor aufgehoben. Der Beschluss des Gerichts war unanfechtbar.

Die Genehmigung für die strittigen Flüge gilt damit mindestens so lange, wie die aktuelle Luftverkehrsvereinbarung zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten Bestand hat.

Planungssicherheit auch für zukünftige Flugplanperioden

Damit haben Air Berlin und Etihad nun auf absehbare Zeit Planungssicherheit. Eine Sprecherin sagte: "Für unsere Fluggäste und Partner ist dies ein klares Signal, dass die beinahe zwei Jahre währende Diskussion um die Codeshareflüge nun endgültig beendet ist."

Das Bundesverkehrsministerium, dem das LBA untersteht, hatte nach der Urteilsverkündung zunächst erklärt, man werde die Begründung des Gerichtsbeschlusses abwarten und anschließend über das weitere Vorgehen entscheiden.

© dpa, Fotomontage: airliners.de Lesen Sie auch: Was die Verwaltungsgerichte zum Code Sharing von Air Berlin und Etihad sagen

Seit 2012 haben die beiden Gesellschaften nach eigenen Angaben mehr als zwei Millionen Fluggäste über Codeshares transportiert. Den Erlös für Air Berlin bezifferte Etihad dabei mit insgesamt 252 Millionen Euro.

Etihad-Airways-CEO James Hogan hatte die Gerichtsentscheidung zuvor bereits als "Sieg für Verbraucher und für den Wettbewerb in Deutschland" bezeichnet. Etihad hält Air Berlin finanziell über Wasser und will die Airline nun zur einer "starken Alternative zur Lufthansa" ausbauen.

© AirTeamImages.com, TT Lesen Sie auch: Etihad will Air Berlin zur "starken Alternative zu Lufthansa" ausbauen

Von: dh, ch, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Leitwerk einer Air-Berlin-Maschine. Das lange Ende der Air Berlin

    Rückblick Der Fall der Air Berlin ordnet die Machtverhältnisse am europäischen Himmel neu. Lufthansa, Easyjet sowie IAG kaufen Teile der Konkurrentin. Auf der Strecke bleiben viele Mitarbeiter. airliners.de blickt auf die Pleite des Jahres zurück.

    Vom 29.12.2017
  • Flugzeug von Easyjet: Kommt nächsten Dienstag schon das OK aus Brüssel? Air-Berlin-Deal von Easyjet bekommt wohl EU-Okay

    Während Lufthansa noch um die EU-Genehmigung für den Kauf von Air-Berlin-Teilen bangen muss, bekommt Easyjet offenbar schon in der nächsten Woche das OK der Kommission. Indes werden Details zum Kranich-Verzicht bekannt.

    Vom 05.12.2017
  • Airbus der Lufthansa. Erste EU-Frist für Lufthansa-Deal läuft ab

    Im Ringen um die Air-Berlin-Töchter LGW und Niki lotet Lufthansa nach airliners.de-Informationen in Brüssel aktuell alle Möglichkeiten aus. In der Nach endet die Frist für Zugeständnisse. Gleichzeitig arbeitet der Konzern schon an einem Plan B.

    Vom 30.11.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus