Lauda-Piloten akzeptieren flexiblere Einsätze

13.08.2019 - 08:35 0 Kommentare

Der kriselnde Billigflieger Laudamotion hat sich mit seinen Piloten auf flexiblere Arbeitsbedingungen geeinigt. Dafür kam die Airline ihren Flugzeugführern bei Urlaub und Einsatzstunden entgegen.

Ein Airbus A320 von Lauda am Flughafen Düsseldorf. - © © Flughafen Düsseldorf -

Ein Airbus A320 von Lauda am Flughafen Düsseldorf. © Flughafen Düsseldorf

Unter dem Druck der Konzernmutter Ryanair können beim österreichischen Billigflieger Lauda Piloten künftig flexibler eingesetzt werden. Einem entsprechenden Modell stimmten die Piloten nach Angaben des Betriebsrates zu. Der Lauda-Betriebsratsvorsitzende Sandro Mayer sprach am Montagabend laut österreichischer Nachrichtenagentur APA von einem "akzeptablen Ergebnis", das die Arbeitsplätze im Cockpit sichern könne. Die Piloten hätten Neuregelungen bei Urlaub und Einsatzstunden in Betriebsversammlungen mehrheitlich zugestimmt.

Mayer hofft, dass es damit nicht zu den drohenden Kündigungen von Lauda-Piloten kommt und somit auch keine Kampfmaßnahmen drohten. "Auch wir gehen davon aus, dass damit die Kündigungen vom Tisch sind", erklärte eine Sprecherin der Gewerkschaft Vida am Dienstag. Lauda wollte sich offiziell zunächst nicht äußern und kündigte eine Stellungnahme für die nächsten Tage an.

Ryanair setzt Frist

Ryanair hatte nach Gewerkschaftsangaben bis zum 14. August die Zustimmung zu einigen Änderungen im Kollektivvertrag verlangt. Die irische Fluggesellschaft verfolgt derzeit - nach eigenen Angaben unter anderem wegen des Flugverbots für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max - einen Sparkurs.

© Ryanair, Lesen Sie auch: Ryanair plant massiven Stellenabbau

Lauda, vor 18 Monaten unter dem Namen Laudamotion aus der Insolvenz der Air-Berlin-Tochter Niki entstanden und später von Ryanair übernommen, sah sich bis vor kurzem auf Expansionskurs. Lauda hat insgesamt rund 950 Beschäftigte. Am Standort Wien sind laut Firmenangaben 136 Piloten im Einsatz. Die bisher defizitäre Fluglinie rechnet 2019/2020 mit 6,5 Millionen Passagieren.

Von: hr, dpa
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