Lauda Motion konkretisiert Lackierungspläne

07.09.2018 - 15:20 0 Kommentare

Air Berlin solle endgültig vom Himmel verschwinden, kündigte Lauda Motion vor zwei Wochen an und stellte eine neue Lackierung vor. Nun konkretisiert man die Pläne mit der ersten eigenen Livery.

Neue Lackierung der Lauda-Motion-Flugzeuge. - © © Lauda Motion -

Neue Lackierung der Lauda-Motion-Flugzeuge. © Lauda Motion

Die bestehende Lauda-Motion-Flotte wird nicht mit der neuen Lackierung versehen. Dies sagte Airline-Chef Andreas Gruber zu "Austrian Aviation". Stattdessen werden die neun Airbus-Jets, mit deren Einflottung noch im September begonnen werden soll, in das neue Farbkleid gehüllt.

Aktuell fliegt Lauda Motion neun A320-Jets, die von Lufthansa geleast sind und nicht umlackiert werden. Der Kranich-Konzern will die Flugzeuge ohnehin zurück und hatte im Juli die Mietverträge gekündigt - über die Rechtmäßigkeit der Kündigung entscheidet ein Londoner Gericht im November.

Lauda Motion plant ohne Lufthansa-Maschinen

Darüber hinaus gibt es zwischen beiden Parteien noch weitere Streitpunkte - unter anderem über angeblich nicht gezahlte Wet-Lease-Gebühren. Denn Lauda Motion flog anfangs mit acht Maschinen für die Kranich-Tochter Eurowings; dafür stehe die Bezahlung noch aus, beklagt die österreichische Niki-Nachfolge-Airline.

So oder so plant Lauda Motion ohne die Maschinen, die im Besitz der Lufthansa sind. Die neun ehemaligen Niki-Jets sollen schnellstmöglich die eigene Flotte verlassen und durch neun Flugzeuge von einem anderen Leasing-Geber ersetzt werden. Sollte man sich mit Lufthansa vor Gericht einigen, könnte dieser Prozess noch in diesem Jahr beginnen, so Gruber.

"Wird man sich mit dem Kranich-Konzern allerdings nicht einig, würden die neun Ex-Niki-Maschinen noch bis zum Ende der Leasingvertragslaufzeit in der momentanen Livery, also mit Air-Berlin-Logo am Leitwerk und Air-Berlin.com-Schriftzug am Bauch, für Lauda Motion fliegen", bestätigte Gruber. Die Mietverträge laufen bis mindestens Mitte 2020.

Lauda Motion will 18 eigene Jets im Sommer bereedern

Die neun Maschinen, deren Einflottung in neuer Lackierung in naher Zukunft beginnen soll, würden die Flotte zudem weiter ergänzen. Insgesamt will Lauda Motion im kommenden Sommer also 18 Maschinen selbst in die Luft bringen.

Wachstum

"Die neun zusätzlichen Airbus-Flugzeuge gewährleisten kommendes Jahr ein Passagierwachstum von mindestens 20 Prozent auf fünf Millionen Gäste", sagt Lauda-Motion-Geschäftsführer Gruber. Bereits 2020 soll Lauda Motion laut Gruber auf 30 Maschinen und 6,2 Millionen Passagiere wachsen. Die Airline wäre dann etwa so groß wie die einstige Air-Berlin-Tochter Niki vor der Insolvenz. Airline-Gründer Niki Lauda hatte Niki im Januar in einem Bieterwettstreit übernommen. Die Größenordnung von 30 Jets hatte er ursprünglich erst für 2021 vorgesehen.

Daneben sind aktuell zehn Maschinen im Wet-Lease von der Neueigentümerin Ryanair unterwegs. Dieser Anteil soll im kommenden Jahr auf sechs verringert werden. Spätestens 2020 will der österreichische Ferienflieger alle Maschinen selbst betreiben.

Erste eigene Lackierung vorgestellt

Lauda Motion hatte vergangene Woche eine erste eigene Lackierung vorgestellt. Bislang wurden die Jets in Air-Berlin-Livery nur mit dem Lauda-Motion-Schriftzug beklebt. Das neue Kleid der Flugzeuge wird dominiert von Rot sowie Weiß und soll die "österreichische Identität" der Airline unterstreichen.

© APA/dpa, Herbert Pfarrhofer Lesen Sie auch: Lauda Motion bekommt neue Farben und mehr Airbus-Maschinen

Von: cs
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