Lauda Motion plant für 2019 noch weiteres Wachstum

Exklusiv 20.12.2018 - 13:23 0 Kommentare

Lauda Motion will im kommenden Jahr wachsen. Dafür least die Airline mehr Maschinen als bisher bekannt war und baut ihr Streckennetz weiter um, verrät Airline-Chef Andreas Gruber im Gespräch mit airliners.de.

Andreas Gruber. - © © Lauda Motion, Montage: airliners.de -

Andreas Gruber. © Lauda Motion, Montage: airliners.de

Die Zielsetzung von Lauda Motion für das kommende Jahr ist klar: Der Low-Coster will weiterwachsen. So peilt die Airline ein Passagieraufkommen von fünf Millionen oder einem Plus von 70 Prozent gegenüber den drei Millionen von 2018 an, konstatiert Lauda Motion-Chef Andreas Gruber im Gespräch mit airliners.de. Der Low-Fare-Airline wird deshalb im kommenden Sommer mehr als die bisher angekündigten 19 Maschinen selbst betreiben.

"Wir werden Ende des kommenden Sommers mit 21 Maschinen unterwegs sein", so Gruber. Geplant worden wäre erst mit 19 Jets; "Dann haben wir uns aber kurzfristig entscheiden, noch zwei zusätzliche Flugzeuge zu leasen."

Lauda Motion setzt künftig bei den eigenen Maschinen nur noch auf Maschinen vom Typ Airbus A320, die alle mit 180 Sitzplätzen bestuhlt sind. Die Flugzeuge mietet Lauda Motion von verschiedenen Leasinggebern:

Alle 21 Maschinen sind fix, alle 21 Seriennummern stehen fest und alle Verträge sind unterschrieben.

Andreas Gruber, Chef von Lauda Motion

Von der Zielgröße 21 würden noch in dieser Woche zwei weitere Jets zur Flotte stoßen. Damit betreibt der Low-Coster dann schon drei eigene Maschinen in der neuen Lauda-Motion-Livery.

Anzahl des Ryanair-Fluggeräts wird reduziert

Unter dem "OE"-Flugcode werden im Sommer allerdings bis zu 26 Jets abheben, da auch Hauptanteilseignerin Ryanair bis zu fünf Maschinen im Wet-Lease für Lauda Motion betreiben wird, die ebenfalls im Laufe des Jahres durch Airbus-Maschinen ersetzt werden sollen. Die fünf Maschinen dienen dazu "unser Wachstum zu bewerkstelligen". Ab 2020 plant Lauda Motion, nur noch eigenes Fluggerät einzusetzen.

Lauda-Motion-Flotte

Foto: © Thomas Ramgraber

Lauda Motion war in ihrem ersten Sommer (2018) mit bis zu 19 Maschinen unterwegs. Zehn Maschinen stellte Ryanair zur Verfügung. Die restlichen neun Maschinen musste Lufthansa den Österreichern im Leasing zur Verfügung stellen, nachdem Niki Lauda überraschend den Zuschlag für den einst von ihm gegründeten insolventen Ferienflieger Niki erhalten hatte. Bis Sommer nächsten Jahres wird Lauda Motion die Maschinen geordnet an Lufthansa zurückgeben. Der erste Airbus werde noch kurz vor Weihnachten zurückgehen, die letzte Maschine ist für den 30. Juni geplant.

Wie die einzelnen Maschinen auf die Basen in Wien, Stuttgart, Düsseldorf und Palma verteilt werden, steht fest. Ryanair werde dabei punktuell Flüge ab Düsseldorf und Palma durchführen. "Wir konzentrieren uns im kommenden Sommer vier Basen, statt acht Basen gleichzeitig erhöhen wir an den Standorten unser Engagement jedoch deutlich." Dafür übernehmen in Berlin-Tegel die Iren die Flüge der Österreicher.

Mehr Low-Fare-Airline, weniger Ferienflieger

Die veränderte Planung habe auch Auswirkungen auf das Streckennetz. Eben jenes passt die Airline vermehrt der Low-Cost-Strategie an: Statt nur Feriendestinationen anzubieten, setzt man vermehrt auch auf Städteverbindungen. "Der Sommerflugplan war noch geprägt von altem Slot-Portfolio, das wir von der Niki übernommen haben. Das wurde mittlerweile alles angepasst. Wir fliegen nur noch Point-to-Point-Verbindungen und verzichten auf komplizierte W-Rotationen", so Gruber.

2018 war abschließend betrachtet ein spannendes und erfolgreiches erstes Jahr für Lauda Motion, so der Manager. Am Ende habe man aber das gesteckte Ziel von drei Millionen transportieren Fluggästen erreicht. "Die Verkaufszahlen geben uns Recht mit einer Auslastung von über 90 Prozent im ersten Jahr". Im nächsten Schritt wolle man die gesteckten Profitabilitätsziele erreichen. Auch über die Ryanair-Partnerschaft zeigt sie die Airline froh, da man sonst deutlicher weniger Passagiere unter den eigenen OE-Flugnummer befördert hätte, sondern als Wet-Lease-Provider für andere Flüge übernommen hätte..

Mitarbeiter

Um das Wachstum zu stemmen, suche man derzeit verstärkt neues Personal. Lauda-Motion-Chef Andreas Gruber beziffert den Bedarf auf rund 100 zusätzliche Piloten und neue 200 neue Flugbegleiter. Natürlich sei es derzeit kompliziert Piloten am Markt zu bekommen, räumt er ein, aber Lauda Motion sei die bestzahlende Low-Fare-Airline in Österreich und dadurch freue man sich das Team verstärken zu können. "Wir erhalten derzeit wahnsinnig viele Bewerbungen, was uns ungemein freut".

Von: br
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