Lauda Motion und Condor trennen sich endgültig

09.04.2018 - 17:54 0 Kommentare

Lauda Motion und Condor beenden Ende April ihre Kooperation. Beim Vertrieb setzt Nikis Laudas Airline offenbar ganz auf den neuen Anteilseigner Ryanair - er stellt auch Flugzeuge und Crews in Berlin und Düsseldorf zur Verfügung.

Niki Lauda. - © © dpa - Helmut Fohringer

Niki Lauda. © dpa /Helmut Fohringer

Die Partnerschaft zwischen Lauda Motion und Condor währte nur einige Wochen: Ende April wird die deutsche Thomas-Cook-Airline die Unterstützung des österreichischen Newcomers einstellen, teilten beide Unternehmen am Montag mit.

Demnach wird Condor den Verkauf der Lauda-Motion-Flüge ab Basel, Düsseldorf, Frankfurt, Köln/Bonn, Stuttgart, Wien und Zürich noch bis zum Monatsende weiterführen. Bis dahin will Niki Laudas Ferienflieger offenbar das Buchungssystem der Thomas-Cook-Airline durch ein anderes ersetzen. Alle Flüge sollen solange nicht nur auf laudamotion.com buchbar sein, sondern parallel dazu auch auf der Website von Ryanair.

Der zukünftige Vertrieb bleibt noch offen

Ob Lauda Motion damit ausschließlich auf den direkten Online-Vertrieb setzt, blieb zunächst offen. Entsprechende Nachfragen von airliners.de zur Vertriebsorganisation beantwortete die Fluggesellschaft bislang nicht.

Neben der Vertriebsunterstützung wird Condor auch die operationelle Starthilfe für Lauda Motion in den nächsten Wochen beenden. Dazu zählen etwa die Bereitstellung der Verkehrsleitstelle sowie der Flugvorbereitung und die Crewplanung - diese Funktionen werden an Lauda Motion übergeben.

"Die erfolgreiche Partnerschaft mit Condor hat es uns ermöglicht, Lauda Motion in kurzer Zeit operationell aufzubauen", sagte Airline-Chef Niki Lauda laut Pressemeldung. "Die gemeinsame Aufbauarbeit war wichtig für eine neue Wettbewerbssituation, wenn man die Dominanz der Lufthansa-Gruppe mit ihren Tochterunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor Augen hat."

Die Partnerschaft zwischen Condor und Lauda Motion wurde Mitte Februar bekannt gegeben. Die Cook-Airline übernahm damit die Vermarktung von zunächst drei Flugzeugen, später kamen weitere fünf hinzu.

Montage: airliners.de | Fotos: flickr.com/World Travel & Tourism Council, dpa/Helmut Fohringer, Lesen Sie auch: Ryanair will Lauda Motion übernehmen

Vor drei Wochen verkaufte Lauda jedoch 25 Prozent der von ihm in die Luft gebrachten Niki-Nachfolgerin an Ryanair. Der irische Billigflieger plant, insgesamt 75 Prozent von Lauda Motion zu übernehmen - das lässt er sich knapp 100 Millionen Euro kosten: die eine Hälfte als Kaufpreis an Lauda, die andere Hälfte als Starthilfe für Lauda Motion.

Darüber hinaus stellt Ryanair dem Newcomer im Sommer sechs Maschinen im Wet-Lease zur Verfügung - vier davon in Berlin-Tegel und zwei in Düsseldorf.

Condor hatte nach Aussagen von Reiseveranstaltern den Vertrieb von Lauda-Motion-Flügen bereits in der vergangenen Woche eingeschränkt. Kunden, die bei Condor Lauda Motion-Flüge ab 1. Mai gebucht haben, sollen in den nächsten Tagen kontaktiert werden.

Die Veranstalter des Thomas-Cook-Konzerns hatten zuvor schon die Buchungen bei Lauda Motion eingestellt. Sie kündigen nun an, man werde Urlauber auf Condor oder eine andere Airline umbuchen.

Von: pra
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