Landesminister ist offen für Kooperation von Flughafen Hahn mit Fraport

17.04.2015 - 11:59 0 Kommentare

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister kann sich eine erneute Zusammenarbeit des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport mit dem Flughafen Hahn gut vorstellen. Dafür hat er seine Gründe - und doch gilt ein Wiedereinstieg als unwahrscheinlich.

Roger Lewentz (SPD) - ©  - Fredrik Von Erichsen

Roger Lewentz (SPD) /Fredrik Von Erichsen

Sechs Jahre nach dem Ausstieg von Fraport als Anteilseigner des Flughafens Hahn kann sich Rheinland-Pfalz eine Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Airportbetreiber vorstellen. "Wir sind offen für eine Kooperation", erklärte Landesverkehrsminister Roger Lewentz (SPD) am Freitag in Mainz. Der Flughafen Hahn biete mit seiner 24-Stunden-Genehmigung, guten Verkehrsanbindungen und kurzen Umschlagszeiten viele Vorteile. Rheinland-Pfalz will den Flughafen verkaufen und sucht nach Investoren. Der Airport steckt seit Jahren in den roten Zahlen. Fraport war bis 2009 an dem Flughafen beteiligt.

Ein Wiedereinstieg gilt allerdings als unwahrscheinlich: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte im vergangenen Jahr gesagt, er sehe dafür wenig Chancen. Der Hunsrück-Airport gehört derzeit zu 82,5 Prozent Rheinland-Pfalz, 17,5 Prozent besitzt Hessen, das seine Anteile ebenfalls verkaufen will. Die CDU im Landtag von Rheinland-Pfalz wirft der SPD vor, Fraport damals aus dem Hahn gedrängt zu haben. Der Airport kämpft auch mit dem Weggang von Kunden: Zuletzt hatte die chinesische Fracht-Airline Yangtze River Express ihre Flieger nach Süddeutschland abgezogen.

© dpa, Thomas Frey Lesen Sie auch: Flughafen Hahn macht immer mehr Verlust

Von: dpa
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