Landesminister kritisiert Dobrindts Haltung zu Air-Berlin-Codeshares

14.01.2016 - 10:51 0 Kommentare

Scharf kritisiert hat jetzt Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann das Vorgehen von Bundesverkehrsminister Dobrindt bei Thema Codeshares von Air Berlin und Etihad. Diese Politik sei wettbewerbswidrig und werde nicht hingenommen.

Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur im Land Baden-Württemberg. - © © Bündnis 90-Die Grünen -

Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur im Land Baden-Württemberg. © Bündnis 90-Die Grünen

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) wirft der Bundesregierung nach dem Verbot gemeinsamer Flüge von Air Berlin und Etihad Airways Wettbewerbsverzerrung vor. Er beobachte seit Jahren, dass der jeweilige Bundesverkehrsminister hartnäckig die Interessen der Lufthansa vertrete, die ihre Drehkreuze in Frankfurt und München vor Wettbewerb schützen will, sagte Hermann der "Stuttgarter Zeitung".

"Wir werden mit den anderen benachteiligten Ländern diese wettbewerbswidrige Politik nicht hinnehmen." Er habe sich wiederholt dafür stark gemacht, dass die erforderlichen Verkehrsrechte für Direktflüge von Golf-Airlines zwischen Stuttgart und arabischen Zielen eingeräumt werden, sagte der Minister, der Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft ist.

Gemeinschaftsflüge von Air Berlin und Etihad sind von Mitte Januar an verboten, weil sie nicht von einem internationalen Abkommen gedeckt sind. Das Verwaltungsgericht Braunschweig hatte die vom Luftfahrtbundesamt getroffene Entscheidung im Dezember bestätigt. Eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg steht noch aus.

© Air Berlin, Lesen Sie auch: Über Etihad-Beschwerde gegen Codeshare-Verbot soll rasch entschieden werden

Von: gk, dpa
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