Keine zusätzlichen Landerechte für Airlines aus Golfstaaten

11.03.2015 - 08:01 0 Kommentare

Emirates und Etihad möchten mehr Landerechte an den Flughäfen in Stuttgart und Berlin - doch daraus wird vorerst nichts, so die Bundesregierung. Erst müsse ein fairer Wettbewerb gewährleistet sein.

Start eines Airbus A380 der Emirates - © © AirTeamImages.com - Simon Willson

Start eines Airbus A380 der Emirates © AirTeamImages.com /Simon Willson

Die Bundesregierung lehnt zusätzliche Landerechte für Fluggesellschaften aus den Golfstaaten auf den Flughäfen Berlin und Stuttgart derzeit ab. Zunächst müsse ein fairer Wettbewerb mit gleichen Startbedingungen gewährleistet werden, sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und Luftfahrtbeauftragte der Bundesregierung, Brigitte Zypries (SPD), der "Stuttgarter Zeitung". "Ehe diese Probleme nicht geklärt sind, gibt es keine zusätzlichen Landerechte."

Zypries bezog sich auf Wünsche der Fluggesellschaften Emirates und Etihad nach zusätzlichen Landerechten in Stuttgart und Berlin. Die Airlines fliegen in Deutschland alle Frankfurt am Main und München an - Emirates zusätzlich noch Düsseldorf und Hamburg, Etihad Düsseldorf.

© Airbus, Lesen Sie auch: Air Berlin kann Etihad-Codesharings auch im Sommer anbieten

Europäische Fluggesellschaften beschweren sich seit Jahren über die staatlich unterstützte Konkurrenz aus den Emiraten oder Katar. Vergangene Woche hatten sich drei große US-Fluggesellschaften an die US-Behörden gewandt und moniert, Emirates Etihad und Qatar Airways hätten seit 2004 insgesamt 42 Milliarden Dollar an Staatshilfen erhalten.

Diese Vorwürfe wies der Wirtschaftsminister der Emirate, Sultan al-Mansuri zurück. Sie seien "falsch, inakzeptabel und ohne Grundlage", sagte er der Zeitung "Emarat al-Jum". Die Vereinigten Arabischen Emirate seien aber bereit, über "solche Behauptungen" zu sprechen. Allerdings müssten Beweise dafür vorgelegt werden, dass Airlines aus den Emiraten Staatshilfe erhielten.

Von: AFP
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • A330-Langstreckenflugzeug von Qatar in Berlin-Tegel - im Hintergrund: Maschinen von Air Berlin; Aufnahme von 2015. Berlin hat ein Langstrecken-Problem

    Exklusives Datenmaterial zeigt: Im europäischen Vergleich werden ab den Berliner Airports wenige Langstrecken angeboten. Experten fordern die Airlines auf, jetzt einzusteigen - die Gefahr bestünde, einen Trend zu verschlafen.

    Vom 20.07.2018
  • Chengdu wird der vierte chinesische Flughafen, der direkt vom Flughafen Zürich aus angeflogen wird. Neue Asien-Langstrecken nach Zürich und Berlin

    Aktuelle Streckenmeldungen Sichuan Airlines startet vom chinesischen Chengdu nach Zürich und Scoot verbindet Singapur mit Berlin. Unsere aktuelle Zusammenfassung der Streckenmeldungen der Woche.

    Vom 27.06.2018
  • Wirkungsstätte des FC Arsenal: Bis mindestens 2028 heißt es Emirates Stadium. Golf-Airlines investieren in den europäischen Sport

    Firmenbeitrag Emirates, Etihad, Qatar: Die großen Fluggesellschaften vom Golf machen sich mit Sponsoring immer mehr bei europäischen Sportklubs breit. Dabei verfolgen sie durchaus unterschiedliche Strategien.

    Vom 26.07.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus