Landerechte für Golf-Airlines könnten europaweit geregelt werden

13.03.2015 - 11:33 0 Kommentare

Eine europäische Vereinbarung könnte den Golf-Airlines mehr Landerechte auch in Deutschland verschaffen. Doch an diese Idee, die derzeit diskutiert wird, sind klare Bedingungen gekoppelt.

Das mächtige Leitwerk eines A380 der Emirates: Die Airline aus Dubai ist der größte Betreiber des Superjumbos. - © © AirTeamImages.com - BaoLuo

Das mächtige Leitwerk eines A380 der Emirates: Die Airline aus Dubai ist der größte Betreiber des Superjumbos. © AirTeamImages.com /BaoLuo

Statt einer neuen binationalen Vereinbarung über mehr Landerechte für Airlines aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in Deutschland könnte es zu einem europäisches Abkommen kommen. Die EU-Kommission will einen Vorschlag aufgreifen, der unter anderem von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ausgearbeitet wurde, berichtet "Spiegel Online".

Mehr Landerechte soll es dabei nicht umsonst geben: die betroffenen arabischen Staaten müssten im Gegenzug "wettbewerbswidrige Praktiken zu Lasten europäischer Fluglinien untersagen und sie zur Fairness gegenüber den Konkurrenten verpflichten", heißt es im Bericht weiter.

Die Deutsche Bundesregierung hatte vor wenigen Tagen zusätzliche Landerechte für Fluggesellschaften aus den Golfstaaten auf den Flughäfen Berlin und Stuttgart abgelehnt. Zunächst müsse ein fairer Wettbewerb mit gleichen Startbedingungen gewährleistet werden. "Ehe diese Probleme nicht geklärt sind, gibt es keine zusätzlichen Landerechte", erklärte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und Luftfahrtbeauftragte der Bundesregierung, Brigitte Zypries (SPD).

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Emirates und Etihad nutzen derzeit bereits Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg für Flüge nach Dubai und Abu Dhabi. Die umfangreichen Codesharings zwischen Etihad und Air Berlin von weiteren deutschen Flughäfen haben dazu geführt, dass die Verhandlungen über ein neues Abkommen Fahrt aufnehmen.

Derzeit regelt das Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und den VAE die Verkehrsrechte der Airlines beider Staaten. Ein separates Abkommen gibt es mit Katar. So dürfen Fluggesellschaften aus den VAE aktuell vier Flughäfen in Deutschland anfliegen, während Qatar Airways auf wöchentliche Frequenzen beschränkt ist.

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Seit Jahren beschweren sich europäische Fluggesellschaften über die Konkurrenz durch Airlines aus den Emiraten oder Katar. Und auch US-Airlines hatteen unlängst Emirates, Etihad und Qatar Airways vorgeworfen, Staatshilfen in Millionenhöhe zu erhalten. Die Vereinigten Arabischen Emirate nannten das "falsch, inakzeptabel und ohne Grundlage".

Ein multinationales Abkommen zwischen der Europäischen Union und arabischen Staaten wäre kein Novum in der internationalen Luftfahrt. So gibt es bereits beispielsweise ein weitreichendes Luftverkehrsabkommen der EU mit den USA. Darüber hinaus hat die EU unter anderem mit Kanada, Marokko, Jordanien, Georgien, der Republik Moldau und Israel länderübergreifende Luftverkehrsabkommen ausgehandelt

Von: airliners.de
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