Bestimmungen am Flugplatz Mannheim verschärft

08.11.2016 - 13:00 0 Kommentare

Für Piloten, die den Mannheimer City Airport anfliegen wollen, gelten nun strengere Sicherheitsregeln. Hintergrund ist ein mehrere Jahre zurückliegender Unfall. Die Pilotenvertretung VC monierte bereits mehrfach die Gegebenheiten vor Ort.

Blick auf den City Airport Mannheim. - © © dpa -

Blick auf den City Airport Mannheim. © dpa

Am Mannheimer Flugplatz sind die Sicherheitsbestimmungen verschärft worden. Unter anderem müssen Piloten, die ihn anfliegen wollen, zuvor drei An- und Abflüge unter Aufsicht eines zertifizierten Prüfers absolvieren, berichtete jetzt die "Rhein-Neckar-Zeitung". Eine Mindestsichtweite von 1800 statt bislang 1500 Metern gehört ebenfalls zu den strengeren Bestimmungen.

Hintergrund der geänderten Vorschriften ist ein Unfall aus dem Jahr 2008. Damals war eine Dornier 328 bei der Landung über die Bahn hinausgeschossen, fünf der insgesamt 27 Menschen an Bord wurden leicht verletzt. Das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung stellte unter anderem in seinem Abschlussbericht 2012 fest, dass der Unfall die "Folge einer Vielzahl von systemischen Sicherheitsdefiziten war". Diese resultierten vor allem aus einer mangelhaften Umsetzung der bestehenden Regularien.

Der Mannheimer Flugplatz gilt wegen seiner vergleichweise kurzen Start- und Landebahn von 1066 Metern als schwierig. Aufgrund der Bebauung am Airport ist sie aber kaum verlängerbar.

Der Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit vergibt an den Flugplatz in seinem jährlichen Flughafencheck seit Jahren schlechte Noten. Das ist auch im aktuellen "Flughafencheck 2016" der Fall: Die Punkte Start- und Landebahn sowie Runway End Safety Area wurden mit "mangelhaft" bewertet.

Von: gk
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Das Logo des Allgäu Airport Memmingen ist am Terminal zu sehen. Memmingen zum Jahresende schuldenfrei

    Der Flughafen Memmingen will noch in diesem Jahr schuldenfrei werden. Helfen sollen dabei die Erlöse aus den Grundstücksverkäufen am Airport. Das Geld kommt aber auch an anderer Stelle zum Einsatz.

    Vom 06.12.2017
  • "Manfred Rommel Airport" steht in Stuttgart an einem Terminal des Flughafens. Flughafen Stuttgart GmbH lehnt Beteiligung an Stuttgart-21-Mehrkosten ab

    Stuttgart 21 könnte nach Angaben der Bahn 7,6 statt der geplanten 6,5 Milliarden Euro kosten, der Flughafen hat nun mitgeteilt, dass er nicht für die Mehrkosten aufkommen werde. "Die Flughafen Stuttgart GmbH wird aus wirtschaftlichen und rechtlichen Gründen keine weitergehenden Finanzierungsbeiträge leisten können", so ein Sprecher. Die Verpflichtungen aus der Finanzierungsvereinbarung von 2009 (339 Millionen Euro) seien komplett beglichen.

    Vom 29.11.2017
  • Passkontrolle an einem Flughafen. Deutschland sagt faire Kontrollen für Passagiere aus Griechenland zu

    Deutschland hat sich dazu verpflichtet, aus Griechenland kommende Passagiere nicht mehr in gesonderten Flughafenbereichen zu kontrollieren. Wenn Kontrollen zur Abwehr von illegaler Migration notwendig seien, würden diese ab sofort nur noch im Schengenbereich durchgeführt, erklärte die EU-Kommission. In griechischen Medien hatte es zuvor einen Aufschrei gegeben, weil Passagiere angeblich wie Reisende aus dem nichteuropäischen Ausland in getrennten Räumen kontrolliert würden.

    Vom 24.11.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus