Lage der Transaero bedroht Airbus-Pläne für A380

09.06.2015 - 09:36 0 Kommentare

Airbus muss derzeit um die A380-Auslieferung nach Russland bangen. Grund ist die schwierige Finanzlage der Fluggesellschaft Transaero. Trotzdem will der Flugzeugbauer in diesem Jahr mit der A380 die Gewinnschwelle erreichen.

Grafik eines Airbus A380-800 in den Farben der Transaero - © © Airbus 2011 -

Grafik eines Airbus A380-800 in den Farben der Transaero © Airbus 2011

Die schwierige Finanzlage einer Fluggesellschaft bedroht erneut die Airbus-Pläne für den weltgrößten Passagierjet A380. Die russische Fluggesellschaft Transaero werde ihr erstes A380-Exemplar mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr wie geplant in diesem Jahr abnehmen, sagte der Chef der Airbus-Verkehrsflugzeugsparte, Fabrice Brégier, dem "Wall Street Journal". "Wenn wir einen Kunden haben, der - hoffentlich vorübergehende - wirtschaftliche Probleme hat, die am Verfall des Rubels und dem schrumpfenden russischen Reisemarkt liegen, müssen wir sehen, was man tun kann", so der Manager.

Transaero Airlines hat vier A380 geordert. 2014 hatte Airbus bereits eine Bestellung der japanischen Fluglinie Skymark storniert, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten war und wenig später Insolvenz anmeldete. Dadurch schrumpfte das Auftragsbuch um sechs A380.

© AirTeamImages.com, Frikkie Bekker Lesen Sie auch: Airbus A380 fliegt zum Zehnjährigen in eine ungewisse Zukunft

Airbus versucht schon länger, überhaupt neue Aufträge für den doppelstöckigen Jet an Land zu ziehen. Bisher bringt der Flieger nur Verluste, für 2015 peilt Brégier erstmals die Gewinnschwelle an. Dazu muss er in diesem Jahr rund 30 Maschinen ausliefern. Das Gewinnziel sei aber auch ohne das Exemplar für Transaero zu erreichen, sagte der Manager dem "WSJ".

Von: dpa-AFX
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