La Nova will zwei weitere deutsche Airports anfliegen

09.08.2018 - 10:14 0 Kommentare

Noch sind die Flugzeuge der Schweizer Airline-Gründung La Nova nicht in der Luft, dennoch haben die Macher bereits neue Ziele im Blick. Darunter finden sich auch zwei weitere deutsche Airports.

Erste Basis von La Nova wird der Flughafen in Genf. - © © Genève Aéroport  -

Erste Basis von La Nova wird der Flughafen in Genf. © Genève Aéroport

Die Macher der neugegründeten Schweizer Premium-Airline La Nova haben noch weitere Destinationen in Planung, als die bisher für den kommenden Sommer angekündigten 30 Ziele.

"Nach der Verbindung von Genf nach Stuttgart, haben wir Köln/Bonn und Hannover im Blick", sagte CEO David Roman Voegeli gegenüber airliners.de. Darüber hinaus stehe man regelmäßig mit einigen deutschen Flughäfen in Kontakt, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten. Diese müssten in das Nischenmarktkonzept der Airline passen.

Vorteil Nischenmärkte

Auch das Nischenmarktkonzept erläutert Airline-Chef Voegeli noch einmal genauer: "Bei lokalen, regionalen und manchmal auch bei größeren Flughäfen gibt es den Bedarf nach Routen, die nur wenig Verkehr generieren, aber hohe Erlöse einbringen könnten." Beispiel-Strecken sind laut Voegeli Turin-Rom, Hannover-Graz oder Straßburg-London.

Keine größere Fluggesellschaft betreibt noch Flugzeuge mit einer Kapazität von weniger als 75 Sitzen, denn mit derart großem Fluggerät würden sich diese Routen nicht rechnen. La Nova will mit ATR-72-Maschinen fliegen, diese aber nur mit 36 Plätzen bestuhlen.

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La Nova will mit zwei ATR-72 starten.Foto: © La Nova

Weitere Chancen sieht man bei La Nova auch für Verbindungen, die Passagieren eine deutliche Zeitersparnis ermöglichen. Statt an verschiedenen Hubs umsteigen zu müssen, setzt man bei der "Premium-Airline" auf Direktflüge. Ein gutes Beispiel sei die Strecken Genf-Bologna, da diese Route derzeit nur mit Umstieg in München angeboten werde.

Partner-Airline weiter unbekannt

Auf die Frage mit welcher Partner-Airline La Nova die Flüge durchführen werde, sagte Voegli gegenüber airliners.de, dass man derzeit noch mit zwei Anbietern verhandele, aber sobald ein Ergebnis vorliegt, umgehend darüber informieren wolle.

Bei La Nova handelt es sich nicht um eine klassische Fluggesellschaft mit eigenem AOC, sondern um eine "virtuelle Airline". Airline-Managern legen die Strecken, Preise und das Service-Angebot fest, durchgeführt werden die Flüge dann von einer Partnerfluggesellschaft.

Neue Schweizer Premium-Airline

Nach aktuellen Plänen will La Nova am 1. Oktober mit zwei Maschinen in den Liniendienst starten. Erster Heimatflughafen wird Genf von wo man anfangs zwölf Ziele ansteuern will. Gebucht werden können die ersten Tickets Anfang September.

Mit La Nova wollen die Macher die Marktlücke zwischen dem Business-Aviation-Angebot und klassischen Airlines schließen. Dabei setzt man statt auf "Low Cost" auf ein "Premium-Angebot" - potenzielle Kunden erwarte guter Service und viel Komfort.

© AirTeamImages, Daniel Nicholson Lesen Sie auch: La Nova will auch nach Stuttgart

Von: br
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