Kreise: Cerberus zeigt offenbar Interesse an HNA-Firma Swissport

15.08.2018 - 08:44 0 Kommentare

Der aus New York stammende Investmentfonds Cerberus Capital prüft offenbar Investitionen in den Schweizer Flughafen-Dienstleister Swissport.

Ein Gebäude des Airline-Dienstleisters Swissport. - © © Swissport -

Ein Gebäude des Airline-Dienstleisters Swissport. © Swissport

Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Swissport gehört zum finanziell angeschlagenen chinesischen Mischkonzern und Deutsche-Bank-Großaktionär HNA. Cerberus Capital wurde auch schon mit einer Übernahme der angeschlagenen Alitalia in Verbindung gebracht.

HNA arbeite mit Beratern zusammen, um Möglichkeiten für Swissport zu sondieren, unter anderem den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen. Den Quellen zufolge könnte Swissport HNA im Falle eines Verkaufs bis zu 3 Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen, hieß es in dem Bericht weiter. Vertreter von HNA und Cerberus lehnten eine Stellungnahme gegenüber Bloomberg ab.

Gerüchte um Swissport-Zukunft nicht neu

Im April dieses Jahres hatten bereits Gerüchte die Runde gemacht, dass der aus Singapur stammende Staatsfonds Temasek Investitionen in den Flughafen-Dienstleister Swissport prüfe. Seither war diesbezüglich zumindest öffentlich nichts mehr zu vernehmen. Im selben Monat hatte HNA auf einen zuvor geplanten Gang von Swissport an die Schweizer Börse SIX wegen "ungünstiger Marktlage" verzichtet.

HNA arbeitet daran, seinen Schuldenberg über milliardenschwere Immobilien-und Anteilsverkäufe zu verkleinern. Im April hatte HNA seinen Anteil an der Deutschen Bank von 9,9 auf 7,9 Prozent reduziert und angekündigt, seine 26-prozentige Beteiligung an der Hilton-Hotelkette in Höhe von mehr als sechs Milliarden US-Dollar ganz oder teilweise zu verkaufen.

Von: dpa-AFX, br
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Ein Fahrzeug der LSG Sky Chefs. Krankheitswelle bei LSG sorgt für Ärger bei Lufthansa-Kunden

    Cracker statt Sandwich: Passagiere berichten von unterversorgten Lufthansa-Flügen auf Europa-Strecken. Grund ist das Nichterscheinen von LSG-Mitarbeitern bei der Arbeit, wie Lufthansa nun mitteilt. Besserung ist kurzfristig nicht in Sicht.

    Vom 09.07.2019
  • Germania-Flugbegleiter Ex-Germania-Maschinen überwiegend am Boden

    Übersicht Von 30 Germania-Maschinen haben die Leasinggeber bis jetzt nur für elf Flugzeuge neue Betreiber gefunden, unter anderem in den USA und Russland. Die meisten Jets sind noch geparkt. Drei Boeing-Maschinen werden wohl nie mehr abheben.

    Vom 03.06.2019

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus