Kreise: Airbus verpasst Auslieferungsziel für 2018

04.01.2019 - 13:29 0 Kommentare

Airbus hat das selbstgesteckte Ziel, 800 Maschinen im Jahr 2018 auszuliefern, offenbar verfehlt - allerdings nur knapp. Grund waren die Triebwerksprobleme zu Beginn des Jahres.

Die aktuelle Airbus-Familie. - © © airbus -

Die aktuelle Airbus-Familie. © airbus

Airbus hat das von Konzernchef Tom Enders für 2018 ausgegebene Jahresproduktionsziel von 800 ausgelieferten Passagier- und Frachtflugzeigen offenbar verpasst. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Final soll Airbus 790 Maschinen an Kunden übergeben haben - also zehn Maschinen weniger als angepeilt.

Airbus selbst erklärte auf Nachfrage von airliners.de, dass man sich nicht vor der für 11. Januar geplanten Vorstellung der Bestellungs- und Auslieferungsergebnisse zum Thema äußern werde. Gleichzeitig unterstreicht der Konzern aber, dass die Airbus-Teams bis zum 31. Dezember durchgängig an diesem Ziel gearbeitet hätten.

Dezember wohl wieder auslieferungsstärkster Monat

2017 hat es Airbus geschafft, im letzten Monat des Jahres 127 Maschinen ausliefern. Genau diese Zahl wäre auch im Dezember 2018 nötig gewesen um das gesteckte Auslieferungsziel noch zu erreichen - denn nach den ersten elf Monaten hatte der Konzern 673 Flugzeuge an Kunden übergeben. Laut Bloomberg wurden 790 Maschinen 2018 ausgeliefert - damit hätte Airbus im Dezember 117 Maschinen übergeben und den Dezember zum auslieferungsstärksten Monat gemacht.

Airbus-Auslieferungen 2018 pro Monat
ausgelieferte Jets
Januar 27
Februar 38
März 56
April 51
Mai 51
Juni 80
Juli 80
August 77
September 54
Oktober 81
November 89
Dezember 117

Die Grafik zeigt die Anzahl der von Airbus pro Monat ausgelieferten Maschinen im Jahr 2018. Die Zahl für Dezember ergibt sich aus den von Bloomberg genannten 790 Maschinen für das ganze Jahr abzüglich der kumulierten Werten der ersten elf Monate. Quelle: Airbus, Bloomberg

Allerdings gab Enders im Rahmen der Präsentation der dritten Quartalsergebnisse bekannt, dass in diesem Jahr erstmalig auch die von Bombardier übernommene C-Series, die nach der Übernahme durch die Europäer als A220 firmiert, in die Jahreszahlen einberechnet werden.

Probleme besonders im Frühjahr

Besonders in den ersten Monaten des Jahres 2018 hatte Airbus mit massiven Lieferengpässen für die Neo-Variante der A320-Familie zu kämpfen. Grund waren Engpässe bei den Zulieferungen der Triebwerke. Hersteller Pratt & Whitney kämpfte mit verschiedensten Problemen. Erst machte Hitze den Turbinen zu schaffen, dann gab es Softwareprobleme und nun löst eine Dichtung Ausfälle bei den Starts aus. Von Februar bis April stoppte Airbus vorübergehend die Auslieferung von A320-Neo-Maschinen mit Triebwerken Pratt & Whitney ganz.

Im Anschluss waren zahlreiche Maschinen als sogenannte "Glider" (fertige Maschinen ohne Triebwerke) in Toulouse und in Hamburg-Finkenwerder geparkt. Zwischenzeitlich soll die Anzahl bei über 100 Maschinen gelegen haben. Im Laufe des Jahres konnte Airbus die Auslieferungen steigern.

Gegenwärtig baut Airbus jeden Monat rund 50 Flugzeuge der A320-Reihe. Im nächsten Jahr sollen es 60 Maschinen sein; dafür erhält das Hamburger Werk eine vierte Fertigungslinie. Mitte 2019 will Airbus bis zu 70 Flugzeugen monatlich fertigstellen.

Von: br
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