Kranich zeigt Interesse an Thomas-Cook-Airlines

11.02.2019 - 09:47 0 Kommentare

Lufthansa will sich, die zum Verkauf stehenden Thomas-Cook-Airlines genau ansehen, kündigt Lufthansa-Vorstand Hohmeister an. Gleichzeitig glaubt er noch an den Einstieg des Kranichs bei Alitalia.

Mitglied des Lufthansavorstands Harry Hohmeister. - © © Lufthansa  - Gregor Schläger

Mitglied des Lufthansavorstands Harry Hohmeister. © Lufthansa /Gregor Schläger

Die Verkaufsabsichten von Thomas Cook sorgen auch bei Lufthansa für Aufmerksamkeit. "Wir haben mit der Eurowings bewiesen, dass wir uns in diesem Segment gut entwickeln können, daher werden wir uns genau anschauen, welche Ansätze es hier geben könnte", sagte Harry Hohmeister, der im Lufthansa-Vorstand für die Premiumsegmente zuständig ist, dem "Handelsblatt".

Thomas Cook hatte am Donnerstag angekündigt, alle Optionen für seine Airline-Gruppe, zu der auch die deutsche Condor gehört, prüfen zu wollen. Das Unternehmen sucht mehr finanzielle Flexibilität für Investitionen in das klassische Reisegeschäft. Group-Airlines-Chef Christoph Debus präferiert daher einen Verkauf der Sparte.

Konsolidierungswelle werde weitergehen

Hohmeister machte deutlich, dass er eine weitere Marktbereinigung erwartet. "Es gibt schlicht zu viele Airlines in Europa, die in dem harten Wettbewerb nicht bestehen können. Das zeigen die Insolvenzen der vergangenen Monate mehr als deutlich", sagte der Manager. Zu Wochenbeginn hatte die Ferienfluggesellschaft Germania Insolvenz angemeldet. "Diese Entwicklung ist noch nicht am Ende", prognostizierte er.

Hohmeister sieht derweil gute Chancen, dass Lufthansa bei der insolventen Alitalia doch noch zum Zuge kommen wird. "In Italien gibt es genug Anbieter im Bereich Low-Cost. Besser erscheint also eine Lösung im Premiumsegment, denn nur so kann sich Alitalia im Wettbewerb differenzieren".

Alitalia bliebe erhalten

Lufthansa fordert eine harte Restrukturierung von Alitalia, was in Italien auf Widerstand stößt. Bislang habe er aus Italien noch nicht gehört, dass das, was Lufthansa biete, so problematisch sei, dass man es nicht annehmen könne, konterte Hohmeister die Kritik.

© dpa, Lesen Sie auch: Lufthansa will um Alitalia kämpfen

Bereits in der Vergangenheit ließ Lufthansa erkennen, sollte der Kranich den Zuschlag erhalten, Alitalia sowohl operativ eigenständig als auch als Marke erhalten bliebe. Die italienische Regierung hat die Entscheidung um die Zukunft der Airline auf unbestimmte Zeit verschoben.

Von: dpa-AFX, br
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