Lufthansa stellt Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat" ein

18.12.2015 - 07:31 0 Kommentare

Nach sechs Jahrzehnten endet bei der Lufthansa eine Institution: Das Mitarbeitermagazin "Lufthanseat" wird eingestellt. Stattdessen setzt die Lufthansa Group künftig auf ein neues, multimedial ausgerichtetes Angebot.

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Der "Lufthanseat" ist jetzt Geschichte. Die Lufthansa Group setzt künftig unter dem Markendach "One" auf einen neuen multimedialen Ansatz. © Lufthansa

Die Lufthansa stellt ihr Mitarbeitermagazin "Lufthanseat" ein. Am heutigen Freitag soll die bislang wöchentlich erscheinende Unternehmenszeitung letztmals ausgeliefert werden – mit Retrocover und Geschichten aus sechs Jahrzehnten Lufthansa. Die erste Ausgabe war im Dezember 1955 erschienen.

Als Ersatz will die Lufthansa Group im neuen Jahr unter dem Markendach "One" einen modernisierten und multimedialen Service starten, teilte Matthias Eberle, Chef der Internen Lufthansa-Kommunikation, auf Nachfrage von airliners.de mit. Dazu gehört auch ein neues, gedrucktes Monatsmagazins für die rund 120.000 Mitarbeiter des gesamten Konzerns, so Eberle weiter. Weitere Publikationen wie "Cargo Lufthanseat" und "Passage Magazin" werden ebenfalls nicht mehr einzeln erscheinen sondern ins neue "One"-Konzept überführt.

Zudem wurde der Intranet-Auftritt für Unternehmensnachrichten neu gestaltet und die Lufthansa News App erweitert. Ein interner Social-Media-Kanal soll den Dialog unter den Mitarbeitern fördern, hieß es weiter. "Wir brauchen innovative Ansätze und neue, auch mobile Medien, um uns besser auszutauschen, um uns besser zu verstehen, auch um eine zeitgemäße Kultur des Dialogs zu entwickeln", wird Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der Finalausgabe des "Lufthanseat" zitiert.

Axel Springer als Kooperationspartner

Bei der Umsetzung arbeitet die Lufthansa mit Axel Springer Corporate Solutions zusammen. "Im Vorfeld des Projekts gab es eine offene Ausschreibung, an der nahezu alle großen Agentur-Dienstleister teilgenommen haben", so Eberle. Axel Springer habe diese im Frühjahr gewonnen. Seitdem laufen die Vorbereitungen zur Modernisierung der Medien-Infrastruktur bei Lufthansa. Die redaktionelle Hoheit solle weiter bei Lufthansa liegen. 

Für das Projekt "One" sollen auch die Lufthansa-Töchter Swiss und Austrian Geschichten beisteuern. "Eine volle Einbindung würde erst Sinn machen, wenn auch die IT harmonisiert ist", erklärte Eberle. Das könnte im kommenden Jahr geprüft werden, konkrete Pläne gebe es aber nicht.  

Einen Spareffekt wird es durch "One" wohl nicht geben. Einsparungen im Printbereich durch die Konsolidierung zahlreicher Agentur-Dienstleister (unter anderem je einen für Lufthansa Group, Lufthansa Passage Magazin, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik und LSG Sky Chefs) stünden Investitionen in die digitale Welt gegenüber, so Eberle. Personelle Konsequenzen werde das Projekt nicht haben

Von: gk
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