Konflikt um Flugbegleiter bei Lufthansatochter Cityline beigelegt

19.02.2016 - 18:01 0 Kommentare

Die Lufthansa und Ufo haben sich darüber geinigt, wie es mit den Flugbegleitern der Regionaltochter Lufthansa-Cityline weitergehen soll. "Wichtig war für uns die absolute Freiwilligkeit", so Ufo-Chef Baublies.

Nicoley Baublies, Vorstandsvorsitzender der Gewerkschaft Ufo - © © dpa - Arne Dedert

Nicoley Baublies, Vorstandsvorsitzender der Gewerkschaft Ufo © dpa /Arne Dedert

Die Lufthansa hat einen weiteren Konflikt mit ihrer Belegschaft gelöst. Mit der Gewerkschaft Ufo hat sich das Unternehmen darauf geeinigt, wie es mit den rund 1100 Flugbegleitern der Regionaltochter Lufthansa-Cityline weitergehen soll. Beide Seiten bestätigten am Freitag einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", demzufolge der Belegschaft an den geschlossenen Stationen Hamburg, Hannover, Berlin, Düsseldorf, Bremen und Stuttgart Abfindungen und Wechselprämien angeboten werden sollen.

Ausscheidende könnten für jedes Beschäftigungsjahr das Anderthalbfache ihres Monatsgehalts als Abfindung erhalten. Wer nach Frankfurt oder München zieht, kann auf eine Wechselprämie von 39.000 Euro und eine Umzugspauschale von 15.000 Euro setzen.

Auch das Pendeln zu den Drehkreuzen soll möglich sein, wobei allerdings auf einen Teil des Freizeitausgleichs verzichtet werden müsste. "Wichtig war für uns die absolute Freiwilligkeit", erklärte Ufo-Chef Nicoley Baublies. Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt einer Urabstimmung der Beschäftigten bis zum kommenden Freitag.

© dpa, Christian Charisius Lesen Sie auch: Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter sind vom Tisch

Von: gk, dpa
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