Video

Koffer verrät übers Smartphone seinen Aufenthaltsort

06.03.2014 - 13:07 0 Kommentare

Ein intelligenter Koffer, der sich über eine Smartphone-App mit Reisedaten "füttern" lässt, ist jetzt auf der ITB in Berlin präsentiert worden. Er soll einmal nicht nur den Passagieren das Reisen erleichtern.

Andreas Doste und Peter L. Pirklbauer (rechts) präsentieren den intelligenten Koffer.

Andreas Doste und Peter L. Pirklbauer (rechts) präsentieren den intelligenten Koffer.
© airliners.de - Gunnar Kruse

In den kommenden Monaten sollen Praxistests mit dem unter der Marke "Bag2Go" entwickelten Koffer erfolgen.

In den kommenden Monaten sollen Praxistests mit dem unter der Marke "Bag2Go" entwickelten Koffer erfolgen.
© airliners.de - Gunnar Kruse

Bag2Go-Projekt von Airbus, der T-Systems und Rimova.

Bag2Go-Projekt von Airbus, der T-Systems und Rimova.
© Airbus - S. Ramadier

Bislang gab es ihn nur als Prototyp, jetzt wurde auf der ITB in Berlin das erste Exemplar aus der sogenannten Nullserie vorgestellt: Ein intelligenter Koffer, der von Airbus, T-Systems und Rimowa entwickelt wurde. Mit einem Funk- und Softwaremodul sowie einem E-Ink-Display ausgestattet, soll er seinen Besitzern unter anderem ermöglichen, stets über den Aufenthaltsort des Gepäcks per Smartphone informiert zu sein.

In den kommenden Monaten sollen Praxistests mit dem unter der Marke "Bag2Go" entwickelten Koffer erfolgen, informierte Andreas Droste, Senior Consultant Innovation bei T-Systems. Zum Jahresende könnte dann die Serienreife erreicht sein. Die Kosten für den neuen Koffer werden in etwa 20 Prozent über dem eines vergleichbaren Rimowa-Produkts liegen.

Video: So wird der Bag2go benutzt:

Die Funktionsweise des "Bag2Go" ist relativ simpel: Der Fluggast gibt während des Check-In-Prozesses in der Airline-App an, einen Koffer aufgeben zu wollen. Die Airline erstellt einen Barcode und sendet diesen über die "Bag2go"-Server per Mobilfunk-Datenfeed auf das Display des Koffers. Nun lässt er sich eindeutig identifizieren.

Der Fluggast muss den Koffer am Flughafen nur noch am Baggage-Drop abgeben. Wenn gewünscht könne man sich den Koffer sogar zu Hause abholen und am Ankunftsort an die Zieladresse schicken lassen. Dazu kann das System neben der Schnittstelle mit den Servern der Fluggesellschaften auch mit Paketdienstleistern wie etwa DHL oder UPS kommunizieren, so Droste. Mit diesen Daten geht der Koffer unabhängig von seinem Besitzer auf Reisen und findet seinen Weg zum Zielort. Dies kann bei einer kurzfristigen Flugplanänderung, einer Verspätung oder einem verpassten Anschlussflug nützlich sein.

Der Besitzer kann seinen Koffer dabei über seine Smartphope-App jederzeit tracken. Sofern ein Koffer fehlgeleitet oder stehengelassen wurde, kann über das System sogar eine neue Destination auf das Display gefeedet werden, so dass der Kunde sofort weiß, wo der Koffer sich gerade befindet und wie und wann er ihn wieder in Empfang nehmen kann.

Das neue System hat aber auch für Fluggesellschaften Vorteile, sagte Peter L. Pirklbauer, der "Bag2Go" von Airbus-Seite begleitet. So würden weltweit 3000 Koffer stündlich verloren gehen, jährlich seien dies 26 Millionen. Durchschnittlich 100 US-Dollar fallen pro Exemplar beispielsweise als Such- und Nachsendekosten an. Das ergebe einen jährlichen Verlust von weltweit 2,6 Milliarden US-Dollar für die Airlines, rechnete Pirklbauer vor.

Von: airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Smartphone mit aktiviertem WLAN im Flugmodus. So werden Internet und WLAN im Flugzeug verteilt

    Hintergrund WLAN, Wigig oder sogar Licht? Zum Verteilen von Daten innerhalb eines Flugzeuges gibt es verschiedene technische Lösungen. Doch zur effizienten Nutzung braucht es nicht nur auf Seiten der Fluggesellschaften moderne Gerätschaften.

    Vom 14.08.2017
  • Mit ersten Testflügen des Hybridflugzeugs will Zunum Aero bereits 2019 beginnen. Boeing kooperiert beim Thema Hybridflugzeug

    Boeing will zusammen mit dem Start-Up Zunum Aero das Zeitalter der Elektromobilität einläuten. Bis 2022 soll ein hybridbetriebenes Elektroflugzeug für zwölf Pasagiere Regionalverbindungen von bis zu 1100 Kilometer Distanz ermöglichen. Dieses solle 80 Prozent weniger Schadstoffe und Lärm verursachen, teilten die beiden Unternehmen mit.

    Vom 06.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus