Kötter in Düsseldorf: Beteiligte treffen sich

Exklusiv 21.10.2017 - 16:18 0 Kommentare

Seit Wochen hakt es immer wieder an den Fluggastkontrollen am Airport Düsseldorf: Der Sicherheitsdienstleister Kötter kämpft mit Personalmangel. Nun soll ein Gespräch zwischen den Beteiligten eine Lösung bringen.

Gepäckstücke in der Sicherheitsschleuse am Flughafen. Foto: © dpa, Uwe Anspach

Zu den chaotischen Zuständen an den Fluggastkontrollen des Airport Düsseldorfs soll es kommende Woche ein Gespräch in großer Runde geben. Am Mittwoch (25. Oktober) treffen sich Vertreter der Bundespolizei, der Bezirksregierung Düsseldorf und des Arbeitgeberverbandes mit der Geschäftsführung sowie dem Betriebsrat des Unternehmens Kötter. Dies erfuhr airliners.de von mit der Sache vertrauten Personen.

Dabei solle "mit Hochdruck" nach einer Lösung für die seit Wochen schwellenden Personalengpässe bei den Fluggastkontrollen am NRW-Airport gesucht werden, heißt es. Die Gespräche könnten aber durchaus nicht sofort zu einem Abschluss kommen, sondern sich "drei bis vier Wochen hinziehen".

Nicht zum Gespräch eingeladen ist hingegen die Gewerkschaft Verdi. Özay Tarim von Verdi kritisiert dies scharf: "Ich frage mich, wie man eine Lösung finden will, wenn nicht alle Beteiligten am Tisch sitzen. Dass so wirklich ein für die Mitarbeiter an den Kontrollstrecken und die Fluggäste zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden kann, bezweifle ich stark."

Unternehmen helfen mit aus

Kötter ist von der Bundespolizei bis Ende 2020 mit den Passagierkontrollen am Flughafen Düsseldorf beauftragt. Da das Unternehmen mit Personalmangel kämpft, kommt es seit Wochen zu Verzögerungen und langen Schlangen an den Kontrollstrecken. Auch stellten die Mitarbeiter schon eine Überlastungsanzeige gegen ihren Arbeitgeber. Um die Mitarbeiter zu entlasten, kam ihnen Kötter mit mehreren Maßnahmen schon entgegen.

Um lange Wartezeiten auch jetzt zum Beginn der NRW-Herbstferien zu vermeiden, unterstützen aktuell mehrere Dienstleister die Mitarbeiter von Kötter:

© dpa, Caroline Seidel Lesen Sie auch: Ein Airport, eine Aufgabe, fünf Unternehmen

Von: cs
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