Körperscanner der Zukunft werden bereits getestet

11.02.2015 - 13:43 0 Kommentare

An Nachfolgelösungen für die aktuellen Körperscanner an Flughäfen wird bereits intensiv gearbeitet. Sich mit erhobenen Armen in eine Kabine zu stellen, könnte einmal der Vergangenheit angehören.

Dieser Security Scanner der Zukunft wird derzeit am Flughafen Oslo getestet.

Dieser Security Scanner der Zukunft wird derzeit am Flughafen Oslo getestet.
© Oslo Airport

Display des Körperscanners, der derzeit in Oslo getestet wird.

Display des Körperscanners, der derzeit in Oslo getestet wird.
© Oslo Airport

Eine Frau steht am Flughafen von Düsseldorf in einem Körperscanner.

Eine Frau steht am Flughafen von Düsseldorf in einem Körperscanner.
© dpa - Oliver Berg

Eine Frau steht in einem Bodyscanner

Eine Frau steht in einem Bodyscanner
© Bundespolizei

Ein Piktogramm an einem Bodyscanner markiert die Bereiche zur Nachkontrolle

Ein Piktogramm an einem Bodyscanner markiert die Bereiche zur Nachkontrolle
© Bundespolizei

An deutschen Flughäfen sind immer mehr der sogenannten Körperscanner im Einsatz. Waren es im Oktober vergangenen Jahres noch 14, sollte sich deren Anzahl bis zum Jahresende bereits verdoppeln. Im Laufe diesen Jahres sollen weitere 75 Scanner an die internationalen deutschen Flughäfen ausgeliefert werden.

Die offiziell als Security Scanner bezeichneten Geräte werden also mehr und mehr zur Normalität an deutschen Flughäfen – gleichzeitig wird bereits an Nachfolgelösungen geforscht. Und die sind schon recht weit vorangeschritten. Eine der Möglichkeiten ist ein von der Firma Rhode & Schwarz entwickeltes Gerät, das in seiner Form einer zwei mal einen Meter großen Wand ähnelt. Darüber informierte jetzt Achim Friedl, Referatsleiter im Bundesinnenministerium, bei einer Veranstaltung des Luftfahrt-Presse-Clubs in Berlin.

Ziel ist ein „Walk Trough Security Scanner“

Vorteil gegenüber herkömmlichen Bodyscannern: Der Fluggast muss sich einfach nur vor das Gerät stellen und braucht auch die Arme nicht zu heben. Nachteil: Er muss sich bei diesem Quick Personal Scanner (QPS) 100 genannten Gerät einmal umdrehen. Dies wird aber durch einen zweiten, gegenüber aufgestellten Scanner überflüssig. Getestet wird diese QPS-200-Variante bereits seit kurzem am Flughafen Olso. Und auch in Deutschland werden die Geräte durch die Bundespolizei in Lübeck getestet, so Friedl: „In drei Monaten wissen wir mehr.“

Das Ganze könnte die Basis für ein ganz neues Scan-Verfahren sein, dem „Walk Trough Security Scanner“. Dabei soll der Passagier einmal beim Durchlaufen eines Ganges im Vorbeigehen gescannt werden. Dieses Verfahren auf der Grundlage des Quick Personal Scanners zu entwickeln, sei eine Frage der Rechenleistung, aber durchaus machbar, erklärte Friedl.

© Bundespolizei, Lesen Sie auch: Körperscanner werden an weiteren deutschen Flughäfen installiert

Aber unabhängig von ihrer Bauweise gehört den Security Scannern wohl die Zukunft. Hauptgründe sind ständig steigende Passagierzahlen und veränderte Bedrohungszenarien. So ist allein in Deutschland die Zahl der Passagiere im vergangenen Jahr auf eine neues Rekordhoch von rund 208 Millionen gestiegen. Und alle müssen bei größer werdenden Flugzeugen und kürzeren Standzeiten zügig durch die Sicherheitskontrolle.

Zum anderen verändert sich die Gefahrenlage. Heute gehe es nicht mehr um Nagelfeilen, sondern um Foliensprengstoffe, brachte es Friedl auf den Punkt. Selbst Plastikwaffen aus dem 3D-Drucker seien heute zwar teuer, aber eben machbar – und durchaus zwei, drei Mal einsetzbar. Für die herkömmlichen Torsonden an der Flughafensicherheitskontrolle wäre Derartiges unsichtbar, für den Scanner nicht.

Von: airliners.de
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