Kley übernimmt Spitze im Lufthansa-Aufsichtsrat

25.09.2017 - 16:52 0 Kommentare

Wechsel an Spitze des Lufthansa-Aufsichtsrats: Gut vier Jahre lang war Wolfgang Mayrhuber Oberaufseher des größten Luftverkehrskonzerns Europas. Jetzt übergibt er vorzeitig an Ex-Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley.

Karl-Ludwig Kley.

Karl-Ludwig Kley.
© dpa - Rolf Vennenbernd

Wolfgang Mayrhuber.

Wolfgang Mayrhuber.
© dpa - Christian Charisius

An der Spitze des Lufthansa-Aufsichtsrat hat es einen Wechsel gegeben. Der frühere Lufthansa-Finanzvorstand und Ex-Merck-Chef Karl-Ludwig Kley wurde am Montag zum Nachfolger von Wolfgang Mayrhuber gewählt, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilte.

Der 70 Jahre alte Mayrhuber hat sein Amt zum Sonntag (24. September) mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Mit dem Wechsel ein halbes Jahr vor Ende seiner Amtszeit wolle er eine kontinuierliche Entwicklung stützen, erklärte der frühere Vorstandschef der Lufthansa. Er sei davon überzeugt, dass Kley den Vorsitz des Kontrollgremiums "als langjähriger Branchenkenner und Führungspersönlichkeit hervorragend ausfüllen" werde.

Mayrhuber nennt keine konkreten Gründe

"Ich habe meine Aufgaben zudem mit dem guten Gefühl abgegeben, dass das Unternehmen einen positiven Ergebnistrend und eine insgesamt erfreuliche Entwicklung zeigt", erklärte Mayrhuber. Konkrete Gründe für seinen Abgang nannte er nicht.

Der Manager hat aber große gesundheitliche Probleme und musste bei der vorangegangenen Hauptversammlung Anfang Mai in Hamburg gestützt werden. Er war 2013 in Köln mit einem sehr schwachen Ergebnis zum Aufsichtsratschef gewählt worden, weil angelsächsische Investoren-Berater sich an seinen zahlreichen anderen Aufsichtsratsmandaten gestört hatten.

Sein Nachfolger Kley kennt die Lufthansa sehr gut aus der Innensicht. Der Jurist war von 1998 bis 2006 Finanzvorstand des Dax-Konzerns, bevor er an die Spitze des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck wechselte, den er bis zum vergangenen Jahr führte. Der 66 Jahre alte Kley gehört seit 2013 dem Aufsichtsrat der Lufthansa an.

Von: dpa
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