Pilotenklage gegen LGW-Umflottung

17.11.2017 - 08:55 0 Kommentare

LGW flottet Airbusse ein - und hebt damit für Eurowings ab. Der Wet-Lease soll nach und nach die aktuelle Vereinbarung mit Air Berlin ersetzen. Doch aufgrund einer vier Jahre alten Regelung regt sich Widerstand.

LGW betreibt aktuell 17 Turbopropflugzeuge des Typs Dash 8, die im Wet-Lease für Eurowings abheben. Die erste Maschine ist auch schon umlakiert.Foto: © AirTeamImages.com

Die geplante Einflottung von Airbus-Mittelstreckenflugzeugen bei LGW wird wohl die Gerichte beschäftigen. So hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Covkpit (VC) eine Verbandsklage gegen LGW eingereicht.

"Solange es die Air Berlin gibt, sollten sich alle Beteiligten auch an die vereinbarten Bedingungen halten", sagte VC-Vorstand Markus Wahl im Gespräch mit airliners.de. Die LGW wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern.

Hintergrund der VC-Klage ist eine Tarifvereinbarung zwischen der Gewerkschaft und der LGW-Mutter Air Berlin von 2013. in der damaligen "Geschäftsfeldabgrenzung" (TFA) ist vereinbart worden, dass bei der LGW keine Flugzeuge eingesetzt werden, die mehr als 79 Passagieren einen Sitzplatz bietet. Dies ist mit den 13 A320, die ab kommender Woche eingeflottet werden, aber der Fall. Bisher flog LGW nur Turbopropflugzeuge des Typs Dash 8.

LGW-Wet-Lease

Der nach der Insolvenzanmeldung von Air Berlin geschlossene Wet-Lease-Vertrag zwischen der LGW und Eurowings sieht vor, dass bis zu 17 Turbopropflugzeuge der LGW für die Lufthansa-Billigplattform abheben und auch 13 Airbus-Maschinen, die allerdings im Gleichschritt den mit Air Berlin geschlossenen Wet-Lease über 13 A320-Flugzeuge mindert.

© AirTeamImages.com, Alun Morris Jones Lesen Sie auch: Eurowings muss um Air-Berlin-Wet-Leasing bangen

Die LGW hebt aktuell mit ihren bis zu 20 Dash-Flugzeugen im Wet-Lease für Eurowings ab. Ab Dezember sollen dann auch die Airbus-Maschinen nach und nach in den Mietvertrag eingehen. Damit sollen laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr die Zahlungsfähigkeit der Dortmunder Regional-Airline und deren wertvolle Slots gesichert werden.

LGW gehört zu dem Paket, das der Kranich-Konzern von der insolventen Air Berlin übernehmen möchte. Für den Millionen-Deal steht allerdings noch die Genehmigung der EU-Kommission aus, die laut eines Medienberichts früher kommen könnte, als erwartet.

© dpa, Federico Gambarini Lesen Sie auch: Bericht: EU-Kommission nennt Datum für Lufthansa-Prüfung

Von: cs
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