Klage gegen Flughafenausbau in Lübeck beschäftigt bald Gericht

26.03.2014 - 07:30 0 Kommentare

Darf der Flughafen Lübeck ausgebaut werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich demnächst das Oberverwaltungsgericht Schleswig. Sagt es Nein, könnte dies gewichtige Folgen nach sich ziehen.

Passagiere verlassen eine Ryanair-Maschine am Flughafen Blankensee in Lübeck.  - © dpa - Markus Scholz

Passagiere verlassen eine Ryanair-Maschine am Flughafen Blankensee in Lübeck. dpa /Markus Scholz

Seit fünf Jahren liegt die Klage der Gemeinde Groß Grönau gegen den vom Land genehmigten Ausbau des Lübecker Flughafens beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Schleswig. Jetzt hat das Gericht den 23. April als Termin für die mündliche Verhandlung festgesetzt. Ob der erste Senat an dem Tag auch schon eine Entscheidung verkünden oder noch weitere Verhandlungstage für die Beweisaufnahme brauchen werde, stehe noch nicht fest, sagte Gerichtssprecherin Susanne Rublack.

Die Gemeinde Groß Grönau (Kreis Herzogtum Lauenburg) grenzt unmittelbar an den Flughafen. Sie befürchtet durch den Ausbau steigende Lärmbelastung und die Beeinträchtigung von Natur und Umwelt. Außerdem sieht sie ihre Planungshoheit verletzt. Deshalb hat sie im April 2009 gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt, den das Verkehrsministerium kurz zuvor erlassen hatte. Der Verhandlungstermin war mehrmals verschoben worden, weil es beim Gericht Personalprobleme gegeben habe, wie Rublack sagte.

Der Planfeststellungsbeschluss erlaubt unter anderem die Verlängerung der Start- und Landebahn um 155 Meter auf knapp 2300 Meter, den Ausbau des Vorfeldes und den Bau eines neuen Abfertigungsgebäudes. Gegen den Beschluss liegen noch drei weitere Klagen vor, für die es aber noch keine Verhandlungstermine gibt. Sollte der Ausbau nicht genehmigt werden, könnte der private Eigner Mohamad Rady Amar vom Kaufvertrag zurücktreten. Er hatte den Flughafen Anfang 2013 von der Hansestadt Lübeck übernommen.

Von: dpa
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