Kläger gibt im Streit um Flughafen Tempelhof nicht auf

22.12.2006 - 10:00 0 Kommentare

Berlin (ddp-bln). Der Vergleichsvorschlag des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zur Schließung des Flughafens Tempelhof wackelt. Einer der Kläger, der Chef des Charterunternehmens Windrose Air, Thomas Stillmann, hält es für unwahrscheinlich, dem Vergleich zustimmen zu können. Das Gericht habe die Existenzgefährdung seines Unternehmens nicht ausreichend berücksichtigt, sagte Stillmann dem «Tagesspiegel» (Freitagausgabe). Er müsse das weitere Vorgehen aber noch mit seinen Partnern, Bund, Bahn und dem US-Interessenten CED, abstimmen. Zudem verfolge er weiter die Beschwerde bei der EU-Kommission wegen Beschränkung seiner Dienstleistungsfreiheit. Das Gericht hatte vorgeschlagen, die für Ende Oktober 2007 vorgesehene Schließung des Airports um ein Jahr auszusetzen.

Vertreter der Wirtschaft begrüßten dagegen den Vergleichsvorschlag - und fordern, den Flugbetrieb trotzdem fortzusetzen. «Der Senat sollte jetzt die Pläne der Bahn und von Langhammer seriös begutachten und nicht einfach auf der Schließung von Tempelhof beharren», sagte der Präsident der Berliner Handwerksammer, Stefan Schwarz, dem Blatt.

Ähnlich äußerte sich der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Jan Eder. Der Senat gewinne nun Zeit und könne in Ruhe über die Nutzung von Tempelhof entscheiden. Eder zufolge könne sogar bis zu der für 2011 geplanten Fertigstellung des Großflughafens BBI der Flugbetrieb in Tempelhof aufrechterhalten werden.

Von: ddp
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