Kieler sprechen sich für ihren Airport aus

07.05.2018 - 12:10 0 Kommentare

Die Kieler Bevölkerung spricht sich für den Erhalt des Flughafens Holtenau aus. Das ist das Ergebnis des gestrigen Bürgerentscheids. Flughafengegner wollten das Gelände für den Wohnungsbau nutzen.

Der Verkehrslandeplatz Kiel-Holtenau aus der Luft. - © © Flughafen Kiel GmbH -

Der Verkehrslandeplatz Kiel-Holtenau aus der Luft. © Flughafen Kiel GmbH

In einem Bürgerentscheid haben sich die Kieler klar für ein Festhalten am Flughafen Holtenau ausgesprochen. Wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte, stimmten rund 62.000 Teilnehmer und damit gut 70 Prozent für den kleinen Airport. Auf dem Weg zum Bürgerentscheid hatten rund 8000 Kieler ein Bürgerbegehren unterzeichnet. Die Flughafengegner wollten das Gelände für den Bau von Wohnungen nutzen.

Beim Bürgerentscheid hatten die fast 200.000 Stimmberechtigten eine eher sperrig formulierte Frage zu beantworten: "Sind Sie dafür, dass der Verkehrslandeplatz Holtenau geschlossen und stattdessen auf dem Gelände ein mischgenutzter Stadtteil mit weitest möglich kommunalem und gemeinnützigem Wohnungsbau und Gewerbe entwickelt wird?". Wer also den Flugplatz behalten wollte, musste mit Nein stimmen.

"Nach 15 Jahren Kampf und Krampf um den Flughafen gibt es jetzt eine eindeutige Entscheidung", so der Oberbürgermeister der Stadt Kiel, Ulf Kämpfer (SPD), im Interview mit den Kieler Nachrichten.

Geschäftsleute und Universitätsklinik profitieren vom Flugplatz

Der Airport hat bereits seit vielen Jahren keine Direktverbindungen mehr. Er wird von Geschäftsleuten für Charterflüge, für Rundflüge und für den Transport von Organen genutzt, die am Universitätsklinikum transplantiert werden. Für den Flugplatz hatte sich eine breite Allianz aus regionaler Wirtschaft, Gewerkschaften sowie den Rathausfraktionen von SPD, CDU, FDP und SSW formiert.

Die Grünen kämpften seit Jahren vehement gegen den Airport. Dessen Gegner argumentierten, das Gelände nördlich des Nord-Ostsee-Kanals werde für den Bau dringend benötigter Wohnungen gebraucht. Die Befürworter des Flugplatzes hielten dagegen, es gebe für beide Nutzungen ausreichend Raum.

Von: br, dpa
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