Keine Hinweise auf Beschuss: Deutsche Airlines fliegen weiter nach Erbil

02.05.2017 - 12:56 0 Kommentare

Die deutschen Behörden haben eine Sicherheitswarnung für die irakische Stadt Erbil herausgegeben. Lufthansa und Germania haben die Lage geprüft - und fliegen das Ziel weiterhin an.

Lufthansa-Gebäude in Frankfurt am Main. - © © dpa - Fredrik Von Erichsen

Lufthansa-Gebäude in Frankfurt am Main. © dpa /Fredrik Von Erichsen

Trotz Gefahrenwarnung fliegen die deutschen Fluggesellschaften Lufthansa und Germania weiterhin die nordirakische Stadt Erbil an. Lufthansa bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Demnach finden die Flüge trotz einer seit Wochen geltenden behördlichen Warnung deutscher Sicherheitsbehörden statt.

Auch Germania bedient die Strecke weiterhin. Man setze nach dem Ergebnis der Risikobewertung die Operation von und nach Erbil fort, sagte eine Sprecherin zu airliners.de. Anlass sei der Beschuss eines militärischen Transportflugzeugs beim Anflug auf Erbil Ende März gewesen, schreibt die "Süddeutsche".

Lufthansa sieht "keine Anhaltspunkte" für Beschuss

Es gebe von Seiten der Lufthansa keine Anhaltspunkte, dass es überhaupt einen Beschuss gegeben habe, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Dies hätten Prüfungen ergeben. "Hinweise auf einen vermeintlichen Beschuss haben sich dabei nicht bestätigt", teilte der Sprecher mit.

"Wir haben die Warnungen, die kein Flugverbot beinhalteten, sehr ernst genommen und sofort den Flugbetrieb eingestellt", hieß es. Erst nach sorgfältiger Analyse vor Ort sei er wieder aufgenommen worden.

Experten der Fluggesellschaft hätten den "vermeintlichen Vorfall" in Erbil überprüft und direkt mit der US-amerikanischen Luftwaffe und Kurden gesprochen. Der Sprecher bestätigte, dass neben eigener Maschinen auch die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines den Flughafen in Erbil anfliegt.

Von: ch, dpa
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