Kein Ende des Fluglotsenmangels in Sicht

03.09.2018 - 11:17 0 Kommentare

Reisende müssen laut "Spiegel" auch in den kommenden Jahren damit rechnen, dass ihre Flüge häufig verspätet sind oder gestrichen werden - weil die Zahl der Fluglotsen weiterhin nicht ausreichen werde.

Ein Fluglotse auf dem Tower am Flughafen in Bremen schaut mit dem Fernglas über das Vorfeld des Airports. - © © dpa - Ingo Wagner

Ein Fluglotse auf dem Tower am Flughafen in Bremen schaut mit dem Fernglas über das Vorfeld des Airports. © dpa /Ingo Wagner

Der Vorsitzende der Lotsengewerkschaft GdF, Matthias Maas, schreibt im Mitgliedermagazin der Organisation, es geben in Deutschland und in "fast ganz Europa" derzeit "nicht genügend Lotsen, um diese Verkehrsmenge verzögerungsfrei abzuarbeiten".

Auch für die nahe Zukunft malt Maas demnach schwarz: Kurzfristig sei keine Lösung möglich, da sich die Ausbildung junger Nachwuchslotsen ab der Anwerbung vier bis fünf Jahre hinziehe. Dies deckt sich mit früheren Aussagen von Maas im Interview mit airliners.de

© privat, Lesen Sie auch: "Wir dürfen nicht wieder dieselben Fehler machen" Interview mit GdF-Chef Maas

Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Reiseverbandes, aus der der "Spiegel" zitierte, mussten im vergangenen Jahr bei fast 70 Prozent aller Firmen wichtige Treffen aufgrund von verspäteten oder annullierten Flügen abgesagt werden. Bei den meisten Unternehmen fielen demnach sogar mehrere Konferenzen aus.

Von: cs, AFP
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