Kassel-Calden: Personalaufstockung treibt Kosten in die Höhe

03.04.2012 - 08:50 0 Kommentare

Der neue Regionalflughafen Kassel-Calden wird bis zu seiner Eröffnung im April 2013 bei den Betriebskosten ein Defizit von mehr als 17 Millionen Euro anhäufen. Vor allem die Personalaufstockung verursacht hohe Kosten.

Übersicht über die geplante Flughafenanlage in Kassel-Calden - © © Flughafen GmbH Kassel -

Übersicht über die geplante Flughafenanlage in Kassel-Calden © Flughafen GmbH Kassel

Der umstrittene Regionalflughafen Kassel-Calden wird noch teurer als ursprünglich geplant. Bei den Betriebskosten werde bis zur geplanten Inbetriebnahme am 4. April 2013 mit einem Defizit von mehr als 17 Millionen Euro gerechnet, sagte eine Sprecherin der Flughafengesellschaft am Montag auf dapd-Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der "Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung" (HNA). Vor allem die Personalaufstockung von derzeit 50 auf dann 182 Mitarbeiter verursache hohe Kosten.

Die Zeitung hatte berichtet, der Flughafen rechne aufgrund der Einstellung und Schulung von mehr Personal für 2012 mit einem Defizit von 6,6 Millionen Euro – dem größten während der Bauphase. Die Mehrzahl der neuen Mitarbeiter werde in diesem Jahr eingestellt, allerdings seien die Abteilungsleiter teilweise schon 2010 angeheuert worden. Die Personalkosten würden sich laut Planung demnach von 2010 bis 2013 auf knapp 15 Millionen Euro belaufen. Hinzu kämen Marketingkosten für den neuen Regionalflughafen.

Im Jahr 2014, wenn der Betrieb richtig laufe, solle der Verlust laut Plan auf 346.000 Euro sinken, schreibt die HNA weiter. Dabei rechne der Flughafen beispielsweise mit Einnahmen aus Landegebühren in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Diesen Zahlen liegen allerdings noch die Verkehrsprognosen aus dem Planfeststellungsverfahren zugrunde. Aktuelle Zahlen und Verträge mit Fluggesellschaften sollen im Herbst einfließen, wenn der Wirtschaftsplan 2013 erstellt wird, so die Zeitung.

Das Ausbauprojekt Kassel-Calden ist immer wieder in die Kritik geraten, weil die erwarteten Baukosten von ursprünglich 151 auf 271 Millionen Euro angewachsen sind.  

Von: airliners.de, dapd
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