Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf wird weiter diskutiert

31.10.2016 - 14:47 0 Kommentare

Die Pläne zur Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf stoßen nicht nur auf politischer Ebene auf Gegenwind. Auch in einem Anhörungsverfahren gab es Tausende Einwände. Nun werden diese ausgewertet.

Luftaufnahme des Düsseldorfer Flughafens. - © © Flughafen Düsseldorf  - Ansgar M. van Treeck

Luftaufnahme des Düsseldorfer Flughafens. © Flughafen Düsseldorf /Ansgar M. van Treeck

Das Verfahren um eine Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf geht in die nächste Runde. Spätestens im Januar soll ein Erörterungstermin bekannt gemacht werden, wie die Bezirksregierung Düsseldorf mitteilte. Dieser ist ab dem 13. Februar in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt angesetzt.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung haben den Angaben zufolge fast 41.000 Menschen - unter anderem in Listenform - Einwendungen gegen die Pläne des Airports erhoben. Mehr als 13.000 äußerten individuelle Einwände, nur 70 davon sprachen sich für das Vorhaben aus. Zu diesem haben sich im Anhörungsverfahren auch 46 Behörden geäußert. Derzeit erfolge die Sichtung der Argumente und die Erstellung der Gegenäußerung beim Flughafenbetreiber, wie es seitens der Bezirksregierung weiter hieß.

Beim Antrag geht es nicht um einen Ausbau des Flughafens, sondern um die bessere Ausnutzung der vorhandenen technischen Kapazitäten. Unter anderem sollen zukünftig in Düsseldorf in Spitzenzeiten pro Stunde zusammengerechnet bis zu 60 Flüge starten und landen dürfen. Heute sind es maximal 47 Slots. Möglich machen sollen das eine optimierte Nutzung des bestehenden Zweibahn-Systems und acht neue Abstellpositionen.

Stadt Krefeld lehnt Pläne ab

Gegen die Planungen regt sich seit längerem politischer Widerstand. Beispielsweise lehnt die Stadt Krefeld den Antrag des Düsseldorfer Flughafens auf Kapazitätserweiterung ab. Aufgrund der unzureichenden Unterlagen könne man die Auswirkungen nicht beurteilen, hieß es Anfang August.

Auf Landesebene hatten sich die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag im Mai gegen eine Ausweitung der Flüge in Düsseldorf ausgesprochen. Im anstehenden Verfahren sollten die Kapazitätsreserven anderer NRW-Flughäfen einbezogen werden.

© dpa, O. Berg Lesen Sie auch: Warum Düsseldorf die neue Betriebsgenehmigung wagt

Wenige Tage später versicherte Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD), dass die beantragte Kapazitätserweiterung nicht durch politische Festlegungen der rot-grünen Koalition beeinflusst werden. Auch in der Landes-CDU gab es bereits kritische Stimmen zu den Airport-Plänen.

Von: gk
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