Kamerasystem soll Piloten eigenständiges Rangieren ermöglichen

11.08.2014 - 12:20 0 Kommentare

Mit weiteren Partner will Air Berlin Technik eine Kamera-Parkhilfe für Flugzeuge entwickeln. Das neue System, das Piloten das eigenständige Rangieren am Boden ermöglichen soll, ist als Nachrüstung konzipiert.

Ein Flugzeug der Air Berlin, aufgenommen auf einer Parkposition des Flughafens Berlin Tegel aus der Luft. - © © dpa - Ralf Hirschberger

Ein Flugzeug der Air Berlin, aufgenommen auf einer Parkposition des Flughafens Berlin Tegel aus der Luft. © dpa /Ralf Hirschberger

Air Berlin Technik will gemeinsam mit den Unternehmen WheelTug und FTI Engineering Network eine innovative Technologie für das eigenständige Rangieren von Flugzeugen am Boden entwickeln. Eine entsprechende Absichtserklärung ist nach Unternehmensangaben unlängst unterschrieben worden.

Bislang sind Piloten entweder auf visuelle Signale von Bodenlotsen oder auf Push-Back-Fahrzeuge angewiesen, die das Flugzeug ein- beziehungsweise ausparken. Das neue, so genannte "Pilot Ground Situation Awareness System" (PGSA) soll es Piloten künftig ermöglichen, durch Kameras am Rumpf und am Seitenleitwerk sowie Sensoren an den Flügelspitzen eigenständig am Boden zu rangieren, wie es seitens Air Berlin weiter hieß. Das PGSA wird als Nachrüstung entwickelt und soll vor allem zu einer Effizienzsteigerung der Bodenprozesse beitragen.

Die Entwicklung, Konstruktion und Zertifizierung des PGSA wird bei Air Berlin Technik und FTI, einem Spezialisten für Kamerasysteme, liegen. WheelTug wird das neue System gemeinsam mit seinem ebenfalls in der Entwicklung befindlichen elektrischen Bugradantrieb seinen Kunden anbieten. Air Berlin hatte im vergangenen Jahr mit WheelTug einen Letter of Intent für den neuartigen Elektroantrieb unterzeichnet, der Treibstoff sparen hilft.

© airliners.de, Oliver Pritzkow Lesen Sie auch: Air Berlin will mit Elektromotoren zur Startbahn rollen

Von: airliners.de
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