Kabinenbeschäftigte der Air Berlin erhalten Kündigung

Kabinenmitarbeiter der insolventen Air Berlin erhalten jetzt doch ihre Kündigungen. Betroffen sind rund 2500 Beschäftigte. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Praxis und zeigt sich verwundert.

Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin protestieren bei einer Verdi-Protestaktion am 16.10.2017 in Berlin.  - © © dpa - Maurizio Gambarini

Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin protestieren bei einer Verdi-Protestaktion am 16.10.2017 in Berlin. © dpa /Maurizio Gambarini

Die Kabinenbeschäftigten der insolventen Air Berlin erhalten nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Kündigungen. Davon sind schätzungsweise 2500 Mitarbeiter betroffen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Die Kündigungen seien bisher wegen der laufenden Rechtsstreitigkeiten und der nicht abgeschlossenen Verhandlungen zu einem Sozialplan/Interessenausgleich zunächst nicht ausgesprochen worden.

Freigestellung seit November

Viele Kabinenbeschäftigte sind seit November 2017, die übrigen seit Januar widerruflich freigestellt und bekommen auch kein Gehalt mehr von Air Berlin. Verdi kritisierte, dass Air Berlin gekündigt habe, ohne zuvor verhandelt zu haben. "Wir sind über das offenkundig schwierige Verständnis von betrieblicher Interessenvertretung verwundert", erklärte Christine Behle, zuständiges Bundesvorstandsmitglied von Verdi. Erst seien die Mitarbeiter monatelang im Ungewissen gelassen worden. Jetzt würden sie ohne Sozialplan gekündigt.

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Die hoch verschuldete Fluglinie hatte im August 2017 Insolvenz angemeldet und am 27. Oktober den selbstverwalteten Flugbetrieb eingestellt. Mit Ende des Wet-Lease mit Eurowings hat die Fluglinie ihren Flugbetrieb am 31. Dezember 2017 final eingestellt.

Von: br, cs, dpa

Datum: 30.01.2018 - 16:10

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