Aus "Boost" wird "Joon"

20.07.2017 - 16:27 0 Kommentare

Die neue Mittel- und Langstreckentochter von Air France heißt "Joon". Bisher war das Projekt unter dem Namen "Boost" bekannt. Es steht außerdem fest, wer Joon-Chef wird und wann die Airline an den Start geht.

Die neue Air-France-Airline heißt

Die neue Air-France-Airline heißt "Joon". Sie wird aber nicht in der Livery von Air France unterwegs sein. © AirTeamImages.com /Matthieu Douhaire

Air France nennt ihre neue Tochter "Joon". Das teilte die französische Airline nun mit. Bisher war das Projekt unter den Namen "Boost" bekannt. Joon soll im Herbst zunächst Mittelstreckenflüge ab Paris-Charles de Gaulle anbieten, hieß es in einer Mitteilung. Im Sommer 2018 sollen dann Langstreckenverbindungen dazukommen. Ziele wurden noch nicht genannt.

Chef von Joon wird Jean-Michel Matthieu. Er hat in seiner Laufbahn bei Air France und dem Mutterkonzern Air France-KLM unter anderem in den Bereichen Revenue Management und digitaler Service gearbeitet. Joon werde dazu beitragen, Air France wieder profitabler zu machen, sagte der 48-Jährige laut einer Mitteilung.

Kosten sparen bei Flugbegleitern

Joon soll ausdrücklich nicht als Billigflieger antreten. Air France will mit der neuen Airline defizitäre Mittel- und Langstreckenverbindungen zu geringeren Kosten anbieten. In den Joon-Cockpits werden zwar Air-France-Piloten mit den gleichen Gehalts- und Arbeitsbedingungen wie beim Mutterkonzern sitzen, aber die Flugbegleiter werden neu rekrutiert und weniger verdienen.

Für Joon sollen 18 Mittelstrecken- und zehn Langstreckenmaschinen fliegen. Optisch wird sich die Airline von Air France abheben, wie in einem Video der Airline zu erkennen ist:

Air France-KLM versucht auch durch Joon, wieder konkurrenzfähiger zu werden. Die Lufthansa-Rivalin hatte im ersten Quartal einen Verlust in Höhe von 216 Millionen Euro erzielt. Das Minus fiel damit um fast 40 Prozent höher aus als im Vorjahreszeitraum. Als Ursache führte das Management vor allem ungünstige Wechselkurse an.

Von: ch
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Flugzeuge von KLM und Air France Air France/KLM kein Angebot für Alitalia

    Air France/KLM hat und wird kein Angebot für die zum Verkauf stehende Alitalia abgegeben, wie es auf Anfrage von airliners.de heißt. Vergangene Woche war kolportiert worden, dass die französisch-niederländische Airline-Gruppe zusammen mit der britischen Easyjet ein Übernahmeangebot abgeben wolle.

    Vom 15.01.2018
  • Air France hat ihre First Class komplett umgestaltet. Air France/KLM baut ihr Meilenprogramm um

    Das Air-France/KLM-Vielfliegerprogramm Flying Blue wird umstrukturiert. Künftig gilt: Je mehr Geld ausgegeben wird, desto mehr Meilen werden dem Konto gutgeschrieben. Dennoch gibt es eine klare Einschränkung.

    Vom 08.11.2017
  • Ulla Reisch und Lucas Flöther (Fotos: ulsr.at, insolvenzverwaltung.floether-wissing.de) Niki-Abwickler stehen in engem Austausch

    Für Niki gibt es aktuell zwei Insolvenzverwalter: den (vorläufigen) in Deutschland, Lucas Flöther, und Ulla Reisch in Österreich. Zwar ist das Bieterrennen neu eröffnet, doch beide sind um den Vueling-Deal bemüht.

    Vom 17.01.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus