Jeder vierte Berliner Passagier fliegt zunächst innerdeutsch

29.01.2019 - 08:47 0 Kommentare

Knapp jeder vierte Berliner Flugpassagier war im vergangenen Jahr zunächst innerdeutsch unterwegs. Das waren 8,4 Millionen Fluggäste, wie aus der Senatsantwort auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht.

Lufthansa-Maschine am Flughafen Berlin-Tegel - © © dpa - Bernd Von Jutrczenka

Lufthansa-Maschine am Flughafen Berlin-Tegel © dpa /Bernd Von Jutrczenka

Wichtigste Ziele sind demnach Frankfurt und München mit zusammen knapp 4,3 Millionen Berlin-Passagieren. Für die meisten von ihnen dürfte die Reise dort jedoch nicht zu Ende sein, denn dies sind die beiden großen Umsteigeflughäfen der Lufthansa.

1,5 Millionen Fluggäste flogen zwischen Köln/Bonn und Berlin hin und her, darunter auch Bundesbeamte, die zwischen den Dienstsitzen ihrer Ministerien unterwegs waren. Jeweils 1,2 Millionen Berlin-Passagiere flogen von und nach Stuttgart und Düsseldorf.

Vom Wachstum des Fernverkehrs habe der Flugverkehr stärker profitiert als die Bahn, erläuterte Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese. Ob sich das ändere, hänge von mehreren Faktoren ab: Investitionen in Schienen und Züge, der Preispolitik der Deutschen Bahn, der Trassenpreispolitik des Bundes und dem Abbau von Wettbewerbsnachteilen der Bahn gegenüber dem Flugverkehr.

Der Grünen-Abgeordnete Harald Moritz, der die Anfrage gestellt hatte, sagte, 80 Prozent der Inlandsflüge könnten auf die Schiene verlagert werden. "Damit hätten wir eine große Kapazitätsreserve für die Berliner Flughäfen und ein großes Einsparpotenzial für klimaschädliche Emissionen."

© Deutsche Bahn, Lesen Sie auch: Bahn sieht sich zwischen Berlin und München als Gewinner

Von: dpa, pra
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