JAL plant milliardenschweres Börsen-Comeback

05.01.2012 - 14:20 0 Kommentare

Gut zwei Jahre nach der Insolvenz planen die Eigentümer der japanischen Fluggesellschaft JAL die Rückkehr an die Börse. Das Comeback hätte ein Volumen von umgerechnet zehn Milliarden Euro.

Kranich-Logo der JAL Japan Airlines am Leitwerk einer Boeing 777 - © © AirTeamImages.com - Edwin Chai

Kranich-Logo der JAL Japan Airlines am Leitwerk einer Boeing 777 © AirTeamImages.com /Edwin Chai

Die japanische Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) soll Kreisen zufolge eine milliardenschwere Rückkehr an der Börse feiern. Knapp zwei Jahre nach der Insolvenz im Jahr 2010 planen die Eigentümer - ein Staatsfonds, der 97 Prozent der Stimmrechte hält und andere Investoren - ein Börsencomeback im Volumen von bis zu einer Billion Yen (gut 10 Milliarden Euro), wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag von mit der Transaktion vertrauten Personen erfuhr. Im September soll es soweit sein.

Ein JAL-Sprecher wollte sich nicht zum Emissionsvolumen äußern. Er sagte aber, dass die Emission von den Finanzinstituten Nomura Holdings und Daiwa Securities Group begleitet werden soll. Es könnte einer der größten Börsengänge seit dem Jahr 1998 werden, als der japanische Telekomkonzern NTT Docomo 2,1 Billionen Yen einsammelte.

Die Fluggesellschaft erwartet in diesem Geschäftsjahr (bis Ende März) wieder einen Gewinn, nachdem ein Drittel der Arbeitsplätze abgebaut, Flugpläne zusammengestrichen und unrentable Routen eingestellt wurden. Hauptanteilseigner ETIC (Enterprise Turnaround Initiative Corp.) hatte die Börsenpläne im vergangenen Juli veröffentlicht. Der Fonds hatte 350 Milliarden Yen in die Fluglinie gesteckt und muss seinen Anteil nun spätestens im Januar 2013 abstoßen. Das Konkursverfahren schloss JAL im vergangenen März ab.

Von: dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Thomas-Cook-Konzernchef Peter Frankhauser. Bilanz: Condor schiebt Thomas Cook an

    Mehr Umsatz, mehr Gewinn und weniger Schulden: Thomas Cook legt im abgelaufenen Geschäftsjahr zu - und führt dies auch auf die Entwicklung bei Condor zurück. Die Tochter ist wieder in der Gewinnzone.

    Vom 22.11.2017
  • Foto vom Börsengang der Air Berlin aus dem Jahr 2006 Air Berlin wird noch an der Börse gehandelt

    Die insolvente Air Berlin will zwar das Börsenparkett verlassen, ein Delisting der Papiere ist aber noch nicht beantragt - der Handel könnte auch dann noch länger weitergehen. Indes prüft die Airline offenbar Ansprüche gegen Etihad.

    Vom 22.11.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus