Jahresbilanz: Airline-Gruppe IAG übertrifft Erwartungen

28.02.2019 - 13:50 0 Kommentare

Die Airline-Gruppe IAG meldet für 2018 mehr Umsatz und einen deutlich gestiegenen Gewinn. Jetzt rechnet die International Airline Group um British Airways und Iberia mit weiterem Wachstum - trotz Brexit-Komplikationen.

Zur Airline-Gruppe IAG gehören Aer Lingus, British Airways, Iberia und Vueling. - © © IAG -

Zur Airline-Gruppe IAG gehören Aer Lingus, British Airways, Iberia und Vueling. © IAG

Der Luftfahrtkonzern IAG um British Airways und Iberia hat für das vergangene Jahr eine bessere Bilanz vorgelegt als ursprünglich erwartet.

Das operative Ergebnis sei um knapp zehn Prozent auf 3,23 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz zog um sieben Prozent auf 24,4 Milliarden Euro an. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 2,9 Milliarden Euro und damit 44 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Damit hat die Airline-Gruppe trotz höherer Kerosinkosten deutlich mehr verdient. Grund sei eine höhere Nachfrage gewesen.

Rekordergebnisse der einzelnen Airlines

Alle Konzern-Airlines haben den Angaben nach ihr operatives Ergebnis ohne Sondereffekte verbessern können: British Airways um knapp 12 Prozent auf umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro, Iberia um fast 17 Prozent auf 437 Millionen, Aer Lingus um knapp 14 Prozent auf 305 Millionen. Low-Cost-Tochter Vueling konnte sich operativ um 6,4 Prozent auf 200 Millionen Euro Profit verbessern.

Operativer Gewinn der IAG-Airlines
2018 2017
British Airways 2200 2000
Iberia 437 367
Aer Lingus 305 269
Vueling 200 188

Die Grafik zeigt den operativen Gewinn in Millionen Euro der zur IAG-Gruppe gehörenden Airlines der letzten beiden Jahre.Quelle: IAG

IAG beförderte im vergangenen Jahr 112,9 Millionen Passagiere. Verglichen mit knapp 105 Millionen im Jahr 2017 entspricht das einem Wachstum von 6,1 Prozent. Auch die Auslastung stieg - um 0,7 Punkte auf 83,3 Prozent.

IAG erwartet trotz Brexit weiteres Passagierwachstum

Für das laufenden Jahr rechnet IAG nun trotz Brexit mit weiteren Zuwächsen beim Passagieraufkommen. Zudem sollen die Kosten weiter sinken - zumindest, wenn man mögliche Steigerungen beim Kerosin ausklammert.

Die ungewisse Zukunft rund um den Ausstieg Großbritanniens ist für die IAG eine besondere Herausforderung. Und dabei geht es nicht nur um British Airways. Auch die EU-Vorgabe, wonach Airlines mehrheitlich von Eigentümern aus einem EU-Staat kontrolliert sein müssen, stellt den Konzern vor Probleme.

Die Europäische Kommission machte bereits mehrfach deutlich, dass sie auch nach dem Brexit nur jene Airlines als europäisch anerkennen werde, die mindestens zu 51 Prozent von EU-Unternehmen kontrolliert würden. Der Airline-Konzern IAG gehört zu 21,4 Prozent Qatar Airways, 5,3 Prozent hält der US-Fonds Equity Groth und die übrigen 73,3 Prozent werden an den Börsen Madrid und London gehandelt.

© Interbrand, Lesen Sie auch: Brexit: Iberia pocht auf EU-Status

Von: br mit Material von dpa-AFX
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