Jährlich fast 1,5 Millionen Flugreisen zwischen Berlin und Köln/Bonn

25.01.2016 - 17:07 0 Kommentare

Die Strecke Berlin-Köln/Bonn ist eine der meistbeflogenen innerdeutschen Routen. Jahr für Jahr gibt es zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Passagieren. Ob sie von Tegel oder Schönefeld abheben, hängt auch von den Strategien der Airlines ab.

Passagiere am Flughafen Schönefeld. - © © dpa - Bernd Settnik

Passagiere am Flughafen Schönefeld. © dpa /Bernd Settnik

17 Jahre nach dem Regierungsumzug fliegen täglich mehrere Tausend Menschen zwischen Berlin und dem Flughafen Köln/Bonn hin und her. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 1,46 Millionen, wie der Berliner Flughafenkoordinator Engelbert Lütke Daldrup mitteilte. Die Zahl pendelt demnach seit Jahren zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Passagieren. Wieviele davon Politiker oder Ministerialbeamte sind, geht aus der Antwort des Staatssekretärs auf eine Anfrage der Grünen nicht hervor.

Interessant ist aber ein Blick auf die Zeit von 2012 bis 2015. So lag die die Zahl der Fluggäste zwischen Berlin-Schönefeld und Köln/Bonn im Jahr 2012 bei rund 290.000, ein Jahr später waren es nur noch zirka 1200. Grund: die Germanwings war damals zum Flughafen Berlin-Tegel gewechselt. Von 2014 - mit gut 1000 Passagieren in Schönefeld - zu 2015 mit fast 200.000 Fluggästen gingen die Zahlen in die andere Richtung.

Im September 2015 hatte Ryanair mit der Streckenaufnahme Berlin-Köln/Bonn seinen Verdängungswettbewerb in Deutschland gestartet. Die Lufthansa-Tochter Germanwings hatte hatte bereits bei der Ankündigung dieser Stecke prompt reagiert und selbst Flüge zwischen Schönefeld und Köln angekündigt, die das bestehende Angebot ab Tegel ergänzen.

© dpa, Bernd Settnik Lesen Sie auch: Ryanair eröffnet Basis in Berlin-Schönefeld

Acht Ministerien haben ihren ersten Dienstsitz in Berlin, sechs in Bonn. Laut Bundesinnenministerium waren im Sommer vergangenen Jahres 11.200 Bundesbedienstete in den Berliner Ministerien beschäftigt, in Bonn waren es 6800. Der Bundesrechnungshof hatte für 2011 die Kosten für die Doppelsitze auf 9,2 Millionen Euro geschätzt, die Hälfte davon für Dienstreisen.

Von: gk, dpa
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