Regierung folgt Aufsichtsrates-Empfehlung

Italien verhandelt mit Air France-KLM über Alitalia-Übernahme

12.02.2008 - 12:48 0 Kommentare

Der französisch-niederländische Konzern Air France-KLM ist einer Übernahme der angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia einen Schritt näher gekommen. Alitalia werde ausschließlich mit Air France-KLM verhandeln, sagte der italienische Finanzminister Tommaso Padoa-Schioppa am Freitag in Rom. Die Gespräche könnten bis zu acht Wochen dauern. In dieser Zeit wird ein Angebot des französisch-niederländischen Konzerns erwartet, über das dann die Regierung befinden muss. Die Regierung hält 49,9 Prozent der Anteile an Alitalia.

Vor einer Woche hatte der Aufsichtsrat der italienischen Fluglinie der Regierung Verhandlungen mit Air France-KLM empfohlen. Nach Angaben von Alitalia will Air France-KLM langfristig 6,5 Milliarden Euro in die italienische Fluggesellschaft investieren. Der Konzern erklärte sich auch dazu bereit, die Marke Alitalia, das Logo sowie das Engagement in Italien beizubehalten. Für die Übernahme der Staatsanteile bot Air France-KLM 35 Cent pro Aktie und eine sofortige Kapitalspritze von 750 Millionen Euro. Rund 1500 Stellen sollen wegfallen.

Neben Air France-KLM hatte auch der italienische Billigflieger Air One ein Gebot für die Fluglinie abgegeben. Die Lufthansa hatte sich Anfang Dezember aus dem Bieterrennen zurückgezogen. Der italienische Staat sucht seit rund einem Jahr nach einem Käufer für seinen Anteil an Alitalia. Die Fluggesellschaft, die durch die Konkurrenz der Billigflieger in Bedrängnis geraten ist, macht jeden Tag rund eine Million Euro Verluste.

Von: AFP
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