Island-Vulkan gibt Ruhe

25.05.2010 - 11:28 0 Kommentare

Der Gletschervulkan auf Island hat seine Aktivitäten am Pfingstwochenende nach knapp anderthalb Monaten eingestellt und spuckt keine Vulkanasche mehr. Ein erneuter Ausbruch lässt sich jedoch nicht ausschließen, warnen Experten.

Flugzeuge kreuzen im Luftraum Nürnberg - © © dpa, K.-J. Hildenbrand -

Flugzeuge kreuzen im Luftraum Nürnberg © dpa, K.-J. Hildenbrand

Der wegen seiner Aschewolke in ganz Europa gefürchtete isländische Gletschervulkan Eyjafjöll ist vorerst nicht mehr aktiv. "Der Ausbruch ist, zumindest vorübergehend, beendet", sagte der Geophysiker Magnus Gudmundsson am Sonntag. Ob dies aber wirklich das Ende der Aktivität des Vulkans bedeute, der im April eine Woche lang den europäischen Flugverkehr lahmlegte, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht bestimmt werden.

Seit den Morgenstunden am Sonntag spuckte der Krater keine Magma mehr, sondern nur noch Dampf, wie der Geophysiker von der Isländischen Universität der Nachrichtenagentur AFP in Reykjavik sagte. Frühestens in einem Jahr aber stehe fest, ob der aktuelle Ausbruch damit vorbei sei. Der Forscher verwies darauf, dass der Vulkan Eyjafjöll bei letzten seinem Ausbruch vor knapp 200 Jahren 13 Monate lang aktiv gewesen sein.

Nach seinem Ausbruch am 14. April hatte der Vulkan vor gut einer Woche einen dritten Höhepunkt seiner Aktivität gezeigt, war seitdem aber deutlich stiller geworden. Die Schließung von hunderten Flughäfen und die Streichung von mehr als 100.000 Flügen in Folge der über Europa hinwegziehenden Vulkanasche lösten ein beispielloses Chaos aus. Mehr als acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf europäischen Flughäfen fest. Seither kam es immer wieder zu Teilsperrungen des Luftraums in einigen Regionen Europas.

Von: AFP, dpa, airliners.de
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